Formel 1: Testfahrten 2009
1:0 Für Vettel und Red Bull

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Sebastian Vettel hat die versammelte Konkurrenz am ersten Tag der Jerez-Testfahrten deutlich distanziert – Viele neue Entwicklungen – Massa und Rosberg auf Abwegen.
Die erste Runde des fünftägigen Jerez-Tests ging klar an Sebastian Vettel. Der Red-Bull-Neuzugang setzte mit seiner besten Runde in 1:19.055 Minuten eine neue Spitzenmarke für Neufahrzeuge. Bisher war Lewis Hamilton in 1:19.632 Minuten der schnellste Pilot des Jahres in Jerez gewesen. Die Rundenzeit von Vettel ist umso beeindruckender, da der amtierende Weltmeister seine Zeit am letzten von vier Testtagen im Februar gefahren war, als die spanische Strecke schon viel Sonne und Gummi aufgesogen hatte. Bei Red Bull hat man offenbar aus dem ohnehin schon schnellen RB5 beim viertägigen Privattest in der vergangenen Woche in Valencia ein noch schnelleres Auto gemacht. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenzprodukten konnte man am Einsatzauto von Vettel jedoch bislang noch keine Weiterentwicklungen ausmachen. Bis 14:30 Uhr war beim Test von insgesamt acht Teams (nur Toro Rosso und das Ex-Honda-Team fehlten) viel Fahrbetrieb.
Massa und Rosberg rutschen aus


McLaren-Mercedes mit neuem Heckflüge
McLaren-Mercedes hat nun offenbar auch endgültig auf 2009 umgeschaltet. Endlich fuhren die Briten mal einen Test mit kompletter Aerodynamik nach neuesten Regeln. Der neue Heckflügel hat mit jener Version, die man bei der offiziellen Vorstellung des neuen MP4-24 zu sehen bekam, rein gar nichts mehr zu tun. Das neueste Modell weist in der Mitte eine deutliche Aufwärtswölbung auf, die man in dieser Form bei keinem anderen 2009er-Auto bislang gesehen hat. Schnell war Testpilot Pedro de la Rosa (7./1:21.831/94) mit dem neuen Heckflügel jedoch nicht. Nicht wenige Beobachter werden kurz geschmunzelt haben, als sie entdeckten, dass sogar Giancarlo Fisichella (6./1:21.584/31) im neuen Force India VJM02 (mit McLaren-Mercedes-Antrieb) auf Anhieb schneller war. Große Sorgen gibt es offenbar nach wie vor bei Renault. Nelson Piquet (8./1:22.011/52) war zwar nicht allzu weit von der Konkurrenz entfernt, doch legten heute erneut mehrere Defekte den R29 lahm. Neue Entwicklungen konnte man am Renault nicht erkennen.

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