Formel 1: Transfermarkt 2016
Jedes Topteam mit freien Cockpits

Eines ist vor dem Formel-1-Auftakt am 20. März gewiss: Die Saison wird spannend. Wenn nicht auf der Strecke, dann in jedem Fall auf dem Transfermarkt.
Bild: Picture-Alliance
- Michael Zeitler
Erst im Februar wurde das letzte der 22 Cockpits für 2016 vergeben. Zeit zum Zurücklehnen bleibt den Fahrermanagern aber nicht: In diesem Jahr könnte es auf dem Transfermarkt zu einem Erdbeben kommen. Das sind die Schlüsselstellen:

Traditionelles Klassenfoto in Abu Dhabi: Ende 2016 könnte es für einige Fahrer das letzte in der F1 sein
Der Unterschied: Dieses Mal könnten sie stimmen. Ja, Kimi wurde 2007 als bisher letzter Fahrer Weltmeister für die Scuderia Ferrari. Aber das ist Vergangenheit, die Zukunft heißt Sebastian Vettel (28). Weil sich beide gut verstehen darf Kimi noch ein weiteres Jahr den edlen Wasserträger spielen. Aber Ferrari braucht im Kampf gegen Mercedes nicht nur ein heißes Eisen im Feuer. Ein weiteres Mal darf sich Räikkönen nicht so deutlich von Vettel abwatschen lassen wie 2015.

Gutierrez (l.) & Grosjean (r.) schielen beide auf Ferrari
Sein Feind im eigenen Team: Esteban Gutiérrez (24). Dessen Förderer Carlos Slim jr. (48) ist ein enger Vertrauter von Ferrari-Präsident Sergio Marchionne (63). Die spannendste Konstellation wäre die Verpflichtung von Daniel Ricciardo (26). Dann müsste Vettel zeigen, dass seine Klatsche gegen den australischen Strahlemann 2014 nur ein Ausrutscher war.

Alonsos McLaren stand 2015 oft - der Red Bull nicht
Mit der Entscheidung von Alonso steht und fällt auch die Zukunft von Jenson Button (36). Bleibt Alonso, wird er durch Rohdiamant Stoffel Vandoorne (23) ersetzt. Geht Alonso, wird McLaren weiter auf Button setzen, sofern es nicht einen Paukenschlag mit einem völlig sensationellen Transfer gibt.

Felipe Massa ist schon seit 2002 in der Königsklasse
Nico Hülkenberg, Romain Grosjean, Valtteri Bottas (26) – sie alle teilen dasselbe Schicksal. Sie fahren sich im Mittelfeld die Seele aus dem Leib, aber eine Beförderung in ein Topteam blieb bislang aus. Alle drei waren mehr oder weniger ernsthafte Kandidaten bei Ferrari, aber mit fortschreitender Zeit schwinden die Hoffnungen, dass es mit dem Traum vom roten Auto klappt.

Max Verstappen ist eine heiße Aktie auf dem Markt
Pascal Wehrlein (21) wird in seiner ersten Formel-1-Saison zeigen müssen, was er kann. Doch dank seiner Kontakte zu Mercedes stehen ihm viele Türen offen. Vielleicht sogar die ganz große: Sollte Nico Rosberg Mercedes verlassen, könnte Wehrlein dessen Ersatz im Werksrennstall werden. Manor-Sportdirektor Dave Ryan (61) ist nach den ersten Tests beeindruckt. Zu ABMS sagt er: „Er hat definitiv das Talent zu einer großen Karriere.“ Wenn es für 2017 mit Mercedes noch nichts wird, ist ein anderes Mercedes-Partnerteam eine denkbare Option.
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