Während sich die Honda-Ingenieure nach Max Verstappens drittem Platz beim Auftakt-GP in Australien in den Armen liegen, bringt es Ex-Weltmeister Damon Hill auf den Punkt: "Mit ihrem alten Motor (von Renault; d. Red.) aus dem letzten Jahr hätte man nichts anderes als dieses Ergebnis von Red Bull erwartet - aber mit Honda ist es definitiv eine Leistung, sie müssen sehr froh sein."
Verstappen, der selbst bereits zum sechsten Mal in Folge auf dem Podest steht, ordnet ein: "Für Honda ist es das erste Podium seit 2008. Ich bin sehr glücklich, dass ich das heute für sie einfahren konnte." Kurios: Als Rubens Barrichello in Silverstone vor elf Jahren letztmals für Honda auf dem Podest stand, war Verstappen gerade mal zehn Jahre alt!
Verstappen
Verstappen konnte am Ende sogar Hamilton angreifen
Auch die ersten Führungsrunden für die Japaner seit dem Kanada GP 2008 kann Verstappen strategiebedingt am Sonntag in Melbourne drehen. "Herr Yamamoto (Honda-Rennchef; d. Red.) hat unter dem Podium ein paar Freudentränen vergossen", verrät Red-Bull-Teamchef Christian Horner.
Sein Boss, Red Bull-Motorsportchef Helmut Marko lobt den neuen Antriebspartner im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT: "Wir hatten das ganze Wochenende keine Probleme mit dem Motor. Der ist fast mit Mercedes auf Augenhöhe." 
Nachholbedarf hat eher das Auto. Marko: "Jetzt müssen wir schnellstmöglich am Chassis arbeiten. Wir brauchen mehr Abtrieb. Das kommt daher, weil wir in den vergangenen Jahren ein Auto mit möglichst wenig Anpressdruck gebaut haben, damit der Luftwiderstand nicht zu groß ist. Das ist jetzt nicht mehr das Problem. Aber wir waren es einfach nicht mehr gewohnt, viel Abtrieb aufs Auto zu bauen, weil wir aerodynamisch effizient sein mussten."

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