Zum zweiten Mal in seinem Leben ist Alessandro Zanardi dem Tod entkommen. 19 Jahre nach seinem schweren IndyCar-Crash auf dem Lausitzring, bei dem er beide Unterschenkel verlor, verunglückte er am 19. Juni dieses Jahres mit seinem Handbike (mehr dazu HIER).
Seither liegt er im Krankenhaus von Mailand – mit schweren Gesichts- und Kopfverletzungen. In unregelmäßigen Abständen veröffentlicht das Krankenhaus San Raffaele Updates zum Gesundheitszustand des 53-jährigen Ex-Formel-1-Fahrers.
Zanardi
In der vergangenen Woche wurde Zanardi einmal mehr operiert. Über diese OP heißt es im Statement: „Wir haben bei Herrn Zanardi erneut einen Eingriff vorgenommen, um den Gesichtsschädel zu stabilisieren und zu rekonstruieren. Dieser Eingriff fand vor wenigen Tagen statt und war erfolgreich, ausgeführt von Professor Mario Bussi. Ein weiterer Eingriff durch Professor Pietro Mortini ist bereits in Planung.“
Gleichzeitig machen die Ärzte Hoffnung. Demnach mache der Italiener in der Reha Fortschritte. „Wir arbeiten hier mit visueller und akustischer Stimulation. Der Patient hat dabei begonnen, auf seine Umgebung zu reagieren. Das sind bedeutende Fortschritte, die uns Mediziner erfreuen. Aber vor dem Hintergrund des komplizierten Gesamtzustands des Patienten wäre es unangemessen, daraus verfrühte Schlüsse zu ziehen“, so die Mitteilung des Krankenhauses.

Von

Michael Zeitler