Der viermalige Weltmeister ist zurück in Bestform: Max Verstappen startet beim Formel-1-Sprint in Singapur am Samstag (11 Uhr, Sky) von ganz vorne. Im Sprint-Qualifying setzt sich der Niederländer mit 0,120 Sekunden Vorsprung gegen Mercedes-Pilot George Russell durch.
„Auf den weichen Reifen ist das Auto aufgewacht“, sagt Verstappen überrascht. „Das habe ich nicht erwartet.“
Dabei läuft die Vorbereitung auf den entscheidenden Qualifying-Abschnitt alles andere als ruhig. In der Red-Bull-Box gibt es hektische Szenen: Chefingenieur Paul Monaghan wirkt verärgert, während Mechaniker am Heck des Autos von Isack Hadjar arbeiten. Was dahintersteckt, bleibt zunächst offen.
Beim Qualifying sichert sich Max Verstappen den ersten Startplatz für das Sprintrennen am Samstag.
Bild: Getty Images / Red Bull Content Pool
Hinter Verstappen und Russell fährt Charles Leclerc im Ferrari auf Startplatz drei. Es folgen Oscar Piastri und Lando Norris im McLaren sowie Lewis Hamilton im zweiten Ferrari.

Mercedes fährt mit zwei unterschiedlichen Autos!

Besonders brisant: Mercedes schickt seine beiden Fahrer in Singapur mit unterschiedlichen Technik-Paketen auf die Strecke.
George Russell fährt wieder mit der älteren Aerodynamik-Version seines Silberpfeils, mit der er zuletzt in Baku gewonnen hat. WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli behält dagegen das große Update aus Malaysia – und bekommt zusätzlich einen neuen Frontflügel.
Der Grund: Mercedes rätselt, warum die jüngsten Verbesserungen nicht den erhofften Leistungssprung gebracht haben. Durch den direkten Vergleich beider Autos wollen die Ingenieure herausfinden, welche Entwicklungsrichtung die richtige ist.
Das erste Ergebnis des ungewöhnlichen Vergleichs: Russell schlägt Antonelli im Sprint-Qualifying deutlich. Während der Brite Zweiter wird, muss sich sein 19 Jahre alter Teamkollege mit Startplatz sieben begnügen.

Audi verpasst Sprint-Finale in Singapur

Auch für Nico Hülkenberg läuft der Freitag nicht nach Wunsch. Der Audi-Pilot landet auf Rang elf und verpasst damit knapp den Einzug in den letzten Qualifying-Abschnitt. Teamkollege Gabriel Bortoleto wird nur 18.
Nico Hülkenberg landet auf Rang elf und verpasst den Einzug in den letzten Qualifying-Abschnitt.
Bild: James Sutton/LAT Images
Zusätzlicher Ärger für Mercedes: Russell muss am Sonntag beim Grand Prix wegen eines Motorwechsels vom Ende des Feldes starten. Die Strafe gilt allerdings nicht für den Sprint, bei dem er am Samstag aus der ersten Reihe angreifen darf.