Formel 1: Verstappen-Gate in der Analyse
F1-Sportchef: Bundesliga ein Vorbild

Wird den Schiedsrichtern der Formel 1 bald mit neuer Technologie geholfen? Das sagt Formel-1-Sportchef Ross Brawn nach dem Verstappen-Gate.
Bild: Red Bull Content Pool
- Bianca Garloff
- Ralf Bach
Es war der Aufreger während des GP der USA in Austin – und auch danach. Max Verstappens Überholmanöver an Kimi Räikkönen in der letzten Runde – mit allen vier Reifen neben der Strecke. Der Holländer wurde bestraft, verlor den Podestplatz und polterte anschließend besonders gegen einen Rennkommissar: Gary Connelly. Mittlerweile kam raus, dass Verstappen ihn sogar als „mongloid“ bezeichnete – ein in den Niederlanden offenbar gängiges Schimpfwort.

Verstappen kürzt ab und zieht an Räikkönen vorbei
Fakt ist aber: Das Strafen-Bewertungssystem soll auf den Prüfstand kommen. Formel-1-Sportchef Ross Brawn: „Wenn sich der aktuelle Dunst mal gelegt hat, sollten wir uns einige Fälle noch mal anschauen.“ Dabei sieht Brawn die deutsche Fußball-Bundesliga als Vorbild. „In jedem Sport wird Technologie immer wichtiger. Sie hilft den jeweiligen Schiedsrichtern dabei, ihre sportlichen Entscheidungen mit mehr Treffsicherheit und besserer Vorbereitung zu fällen", so der Brite. "Es gibt so etwas zum Beispiel im Fußball, wo beispielsweise in der deutschen Bundesliga oder in der italienischen Serie A neue Videosysteme zum Einsatz kommen."
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Lewis Hamilton zeigt sich indes als Pilot alter Schule und hat eine ganz einfache Lösung, solche Diskussionen in Zukunft zu verhindern: „Warum bringen wir die Kiesbetten nicht zurück“, fragt er? „Dann kostet Abkürzen neben der Strecke in jedem Fall Zeit und bringt keinen Vorteil.“
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