Formel 1: Verstappen rast aufs Podium
Raketenstart „wie im Videospiel“

Max Verstappen rast in China von weit hinten auf Rang drei und erntet dafür viel Lob. Helmut Marko warnt aber: Red Bulls Rückstand ist noch zu groß.
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- Frederik Hackbarth
Dass es am Sonntag das 100. Podium für Red Bull in der Formel 1 geben würde, dessen konnten sich Christian Horner, Helmut Marko und Co. in den Schlussrunden des China GP so gut wie sicher sein. Welcher ihrer beiden Fahrer es aber holen würde, darum stritten sich Max Verstappen und Daniel Ricciardo mit rauchenden Rädern bis zur vorletzten Kurve. Dann durfte der Holländer mit zur Siegerehrung - die Belohnung für einen Husarenritt, der nur von Startplatz 16 aus losgegangen war!
So lief der China GP: Hamilton siegt vor Vettel

Verstappen genehmigte sich erstmal einen Schluck...
„Ich glaube, ich habe gleich in der ersten Runde neun Autos überholt! Es hat sich ein bisschen angefühlt wie im Videospiel“, so Verstappen, der in der Vergangenheit bereits verriet, dass er sich tatsächlich mit Computer-Simulationen auf seine Manöver vorbereitet. Von Red-Bull-Berater Helmut Marko gab es Applaus: „Noch bewundernswerter als die Manöver ist: Max kriegt alles um sich herum mit, er hat eine bemerkenswerte Rennübersicht.“ Und selbst Sieger Lewis Hamilton outete sich als Verstappen-Fan: „Er bringt frischen Wind rein, liefert einen fantastischen Job ab“, lobte der Brite.Allein: Im Kampf um den Titel muss Hamilton Verstappen und Red Bull wohl vorerst nicht fürchten. Zu schwach ist der RB13 noch im Vergleich zu den beiden anderen Top-Teams. „Unser Fortschritt ist nicht groß genug, gerade im Qualifying sind wir noch zu weit hinten. Da muss noch mehr kommen“ forderte Marko. Teamchef Horner unterstrich: „Wir haben heute die richtigen Strategie-Entscheidungen getroffen, lagen so zwischenzeitlich vor Ferrari. Am Ende hatten wir aber nicht die Pace, um gegen Vettel eine Chance zu haben.“

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