Zum fünften Mal in dieser Saison kommt Sebastian Vettel außerhalb der Punkteränge ins Ziel. Eigentlich kann das den viermaligen Weltmeister nicht zufriedenstellen. Doch Tatsache ist auch: Der Grand Prix in Imola war ein Lichtblick. Denn die Rennpace war gut, zwischenzeitlich lag Vettel auf Platz vier – obwohl er nach einem Scharmützel nach dem Start mit Kevin Magnussen seine Frontflügel-Endplatte verloren hat.
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Der Heppenheimer bestätigt: „Gefühlstechnisch war es schon gestern besser. Das Renntempo ist generell nicht das Problem, sondern eher das Qualifying, wo ich damit kämpfe, das Auto zu spüren. Das Wichtigste ist, dass wir Fortschritte machen.“
Ferrari-Speed war gut, Stopp mies
Sebastian Vettel
Trotzdem hat es wieder nicht für eine gute Platzierung gereicht. Grund: ein verpatzter Boxenstopp, der wegen einer klemmenden Radmutter vorne rechts 13 Sekunden und damit rund zehn Sekunden länger als normal gedauert hat. „Es war schmerzhaft, auch für die Jungs. Wir hätten einige Punkte holen können. Das ist natürlich nicht das Resultat, das wir uns erhofft oder wir verdient hätten“, bilanziert der 33-Jährige gegenüber „Sky“.
Auch die Strategie war nicht perfekt. Kimi Räikkönen zögerte den Boxenstopp viel länger hinaus, setzte dann auf die weichen und nicht wie Vettel auf die harten Reifen. So hätte das auch der Deutsche gern gemacht.
Allein: Ferrari entschied sich anders. Vettel: „Ich hatte auch nachgefragt und wollte auf die weichen Reifen. Mir wurde gesagt, wir verlieren gegenüber Lando Norris. Ich hätte es gern in Kauf genommen, eine Position zu verlieren, um zehn bis 15 Runden länger draußen zu bleiben und dann noch mal auf dem Soft anzugreifen. Aber ich sehe die Abstände nicht, deswegen muss ich mich auf das Team verlassen.“
Fazit: Fahrerisch hat sich Vettel gesteigert. Aber Ferraris Strategie- und Boxenstoppmannschaft dürften noch ordentlich Analysearbeit vor sich haben.
Und was sagt Ferrari-Teamchef Mattia Binotto dazu? “Wieder einmal hat Charles einen sehr guten Job gemacht, sowohl bei der Verwaltung der Reifen als auch bei der Verteidigung der Position in der Schlussphase. Auch Seb hatte ein starkes Rennen, und wir bedauern das Problem beim Boxenstopp sehr, das ihm eine Top-Ten-Platzierung verwehrte und ihm damit die Chance auf wertvolle Punkte nahm.”
In der Bildergalerie zeigen wir Ihnen die Ferrari-Pannensaison 2020.

Bildergalerie

Formel 1: Ferraris Pannensaison 2020
Formel 1: Ferraris Pannensaison 2020
Formel 1: Ferraris Pannensaison 2020
Kamera
Formel 1: Ferraris Pannensaison 2020

Von

Michael Zeitler