Formel 1: Vettel bekommt neuen Chef
Marchionne tritt zurück

Großer Wirbel bei Ferrari: Präsident Sergio Marchionne hört bei Ferrari auf. Das könnte Auswirkungen auf die Formel 1 haben.
- Michael Zeitler
- Bianca Garloff
- Ralf Bach
Sebastian Vettel hat einen neuen Oberboss: Louis Carey Camilleri wird neuer Geschäftsführer von Ferrari, Präsident wird John Elkann, der aktuell schon Präsident des Fiat-Chrysler-Konzerns ist. Er ist ein Enkel des verstorbenen Industriellen Gianni Agnelli, der als FIAT-Mitbegründer fest mit Ferrari verbunden war. Camilleri kommt aus Ägypten und war Präsident von Philip Morris – ein durch die Zigarettenmarke Marlboro seit Jahren treuen Geldgeber von Ferrari.
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Der bisherige Ferrari-Präsident und Fiat/Chrysler-Geschäftsführer Sergio Marchionne tritt indes zurück. Schon 2014 kündigte der Italiener an, Ende 2018 den Posten des Konzerngeschäftsführers niederlegen zu wollen. Er ist bereits 66 Jahre alt. Aber Ferrari-Präsident wollte er eigentlich bleiben. Gerüchten machen die Runde, er sei gesundheitlich angeschlagen. FIAT spricht von "unerwarteten Komplikationen im Anschluss an eine Operation" und einem "sich signifikant verschlechternden Gesundheitszustand."

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Zum anderen war Marchionne aber auch eine Unbekannte im Streit um die Formel-1-Zukunft. Immer wieder drohte er mit dem Ausstieg von Ferrari – dem einzigen Team, das seit dem Beginn 1950 dabei ist. Keiner wusste Marchionnes Drohungen so recht einzuschätzen.
Und auch auf die Fahrerbesetzung bei Ferrari könnte das Auswirkungen haben. Denn Marchionne ist ein Fürsprecher von Ferrari-Junior Charles Leclerc, während Ferrari-Star Sebastian Vettel und Teamchef Maurizio Arrivabene eher an Kimi Räikkönen festhalten wollen.
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