Sebastian Vettel und Max Verstappen kämpfen in Silverstone hinter den überlegenen Mercedes um Platz drei. Doch am Ende steht keiner von beiden auf dem Podium. Der Grund: In Runde 38 knallt es zwischen dem Ferrari- und dem Red-Bull-Star. Vettel rauscht Verstappen ins Heck, beide drehen sich von der Bahn, können aber mit angeschlagenen Autos weiterfahren.
Verstappen wird am Ende Fünfter, Vettel sogar nur 16. Nach Rennende eilt der Deutsche im Parc fermé sofort zu Verstappen und entschuldigt sich beim Holländer (s. Bild oben).
„Es war mein Fehler, deswegen geht auch die Strafe in Ordnung“, sagt Vettel hinterher. Der Ferrari-Pilot bekommt von den Rennstewards zehn Strafsekunden für das Verursachen der Kollision aufgebrummt. (Was die Experten zum Vettel-Crash sagen hier).
Crash
Da ist's passiert: Vettel rauscht Verstappen ins Heck
Wie reagiert Verstappen selbst auf den Unfall? „Er war natürlich nicht happy, aber das Leben geht weiter“, berichtet Vettel. Die Entschuldigung des Deutschen nimmt Verstappen trotzdem an: „Seb hat offensichtlich den Bremspunkt verpasst und ist mir ins Heck gerauscht. Ich habe schon mit ihm gesprochen und er hat sich sofort entschuldigt. Man kann es jetzt nicht mehr ändern.“
Vettel erklärt den Vorfall aus seiner Sicht so: „Ich dachte, dass sich auf der Innenseite eine Lücke auftut, aber das tat sie nicht. Es sah für einen Moment so aus als würde er nach rechts in die Mitte der Strecke ziehen, aber dann ist er links geblieben“, so Vettel. „Dann war ich zu nah dran und konnte den Unfall nicht mehr verhindern. Das geht auf meine Kappe.“

Ob er Verstappen im Kampf ums Podium am Sonntag wirklich hätte schlagen können, wagt Vettel dann auch zu bezweifeln. „Es war schon die letzten Rennen immer eng mit Red Bull und deshalb auch keine Überraschung, dass sie hier flott waren. Max sah etwas schneller aus heute, es wäre also wohl so oder so schwer geworden, ihn hinter uns zu halten.“
Vettel weiter: „Der Crash hat dann natürlich mein Rennen zerstört, aber abgesehen davon war es eigentlich ganz gut. Wir lagen richtig mit unseren Entscheidungen, wie etwa am Anfang draußen zu bleiben. Wir haben die Reifen gut behandelt und das Auto fühlte sich gut an heute. Also gibt es trotz des negativen Resultats auch paar positive Sachen mitzunehmen.“
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Von

Frederik Hackbarth