Formel 1: Vettel fehlt Speed
Das Ferrari-Rätsel

Ferrari hatte beim Heimspiel in Monza keine Chance gegen Mercedes. Doch Sebastian Vettel zeigt nach dem Rennen keine Enttäuschung. Was steckt dahinter?
Bild: Picture-Alliance
- Bianca Garloff
- Ralf Bach
Lewis Hamilton und Valtteri Bottas gewannen, aber Sebastian Vettel ließ sich feiern! Hoch oben auf dem über der Start-Ziel-Geraden schwebenden Monza-Podium streckte der Ferrari-Star immer wieder seinen Pokal für Platz drei in die Höhe. Die Massen jubelten, zündeten Leuchtfeuer. Konfetti regnete auf die Strecke. Das Autodromo Nazionale war Vettel-verrückt!
Später filmte Kamerakind Seb (Seb Cam!) die jubelnden Tifosi, nannte sich selbst „König der Welt“ und war sogar bei der Pressekonferenz noch voller Emotionen. Mit 93000 Zuschauern am Sonntag verzeichnete der Italien-GP einen neuen Rekord. Italien feiert die Niederlage.

Schlägt Ferrari in Singapur zurück?
Vettel erklärt: "Allein der Fakt, wie viel Vertrauen du ins Auto hast, macht in Monza viel aus. Im Training konnten wir wegen des Regens am Samstag nicht alles ausprobieren. Das kann am Ende den entscheidenden Unterschied ausmachen. Ich würde sagen, uns fehlte etwa eine halbe Sekunde auf die Mercedes. Aber Monza ist speziell. Wenn du da nicht dieses Extra-bisschen Selbstvertrauen hast, macht das einen großen Unterschied.“
Vettel in Feier-Laune: So ließ er sich von der Tifosi feiern
Dazu passt: Bottas und Hamilton schwärmten von einer neu gewonnen Stabilität in ihren silbernen Rennern. Und: Vettel hat sich am Ende selbst eingebremst: "In den letzten 20 Runden hatte ich richtig zu kämpfen. Ich bin in Kurve eins kurz von der Strecke abgekommen und irgendwas ist gebrochen. Das Lenkrad hing etwas nach links und ich konnte dem Auto nicht mehr trauen. Besonders behinderte mich das beim Bremsen, was auf einer Bremsstrecke doppelt schlimm ist.“
Keine Ratlosigkeit also bei Ferrari. Mercedes darf sich nicht zu sehr in Sicherheit wiegen!
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