Formel 1: Die besten Bilder vom Bahrain GP

Formel 1: Vettel gewinnt 200. Grand Prix

Vettel flunkert am Boxenfunk

Sebastian Vettel gewinnt in Bahrain sein Jubiläumsrennen. Dank einer starken Leistung von Fahrer und Team - und dank einer kleinen Notlüge.
Sebastian Vettel steht nicht so auf Statistiken. Zumindest nicht öffentlich. Deshalb ist es ihm egal, dass es heute ausgerechnet sein 200. Grand Prix war, den er in Bahrain gewonnen hat. Und er nimmt es auch nicht als gutes Omen, dass seit Alain Prost 1982 jeder Fahrer mit zwei Siegen zum Saisonauftakt Weltmeister wurde. Vettel: „Mag sein, ja. Aber damals gab es auch weniger Rennen. Ich glaube nicht an all diese Dinge. Wir haben heute gewonnen, das zählt.“

Mercedes geschlagen - zum zweiten Mal in Folge...

Der Sieg in Bahrain hing nach einer Strategieschlacht gegen Mercedes allerdings am seidenen Faden. Während beide Silberpfeile auf die härteren Medium-Gummis wechselten, zog Vettel die Soft-Reifen auf. Doch die bauten schneller ab. Vettel: „Ich sagte dem Team am Funk: 'Keine Sorge, ich habe alles unter Kontrolle.' Eine glatte Lüge!“ 
Tatsächlich: Vettel wollte dem mithörenden Mercedes-Team keinen Grund geben, noch mehr Attacke zu machen. Deshalb tat er so, als sei alles im grünen Bereich. Er verrät: „Die Wahrheit war, dass meine Reifen hinüber waren. Aber hätte ich zu dem Zeitpunkt die Wahrheit gesagt, hätte man das Valtteri gesagt und der hätte richtig Dampf gemacht. Ich dachte wirklich, die Mercedes-Strategie zwingt uns zu einem weiteren Stopp, aber es hat gereicht. Noch nie war ich so erleichtert, eine karierte Flagge zu sehen.“
Und weiter: „Eine ganze Weile lang war mir nicht klar, was Mercedes machen will. Als mir das dämmerte, wusste ich - jetzt geht es um alles. Uns war bewusst: Wenn wir nochmals reinkommen, ist der Sieg futsch. Ich hatte nichts zu verlieren, also blieb ich draußen und hab mir die Energie so eingeteilt, dass ich auf den Geraden volle Power hatte. Daran hatte Valtteri dann auch zu knabbern.“
Vettel wagt nun erstmals auch eine Standortbestimmung: „Im Testwinter hatte ich den Eindruck, dass Mercedes stärker ist. Nun stehen wir mit zwei Siegen da. Das nehmen wir gerne mit, aber das täuscht nicht darüber hinweg, dass es ein sehr langer Weg bis zum Titel ist, und das Rennen hat gezeigt, wie eng das an der Spitze zugeht.“

Wohin geht die Reise für Vettel und Ferrari 2018?

Das zeigte auch die Taktikschlacht von Bahrain: „Eine solche Strategie wie heute hatte ich gestern sicher nicht auf dem Radar“, gibt Vettel zu. „Das zeigt einfach, dass man auch flexibel bleiben muss, das haben wir heute geschafft, ein wenig Glück des Tüchtigen war auch dabei. Heute haben wir es aus eigener Kraft geschafft, der Sieg ist uns nicht in den Schoss gefallen, das macht auch Laune.“
Vettel hat jetzt 17 WM-Punkte Vorsprung auf Lewis Hamilton und 28 auf Valtteri Bottas. „Der WM-Kampf scheint komplett offen zu sein“, sagt er. „Wir haben einen tollen Saisonstart erleben dürfen, mir ist aber auch klar, wie schwierig das bleibt.“

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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