Formel 1: Vettel-Krise
Darum passt Vettels Fahrstil nicht

Sebastian Vettel steckt in der Krise. Das liegt auch am Ferrari SF90, der nicht ganz seinen Wünschen entspricht. Die Hintergründe.
- Michael Zeitler
- Bianca Garloff
Auch ohne Fahrfehler und Kollisionen von Sebastian Vettel: Derzeit steckt der Wurm drin beim viermaligen Formel-1-Champion. Zuletzt war sogar sein neuer Teamkollege Charles Leclerc schneller als Vettel.
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Der Grund ist auch der Ferrari SF90. Der liegt Leclerc viel besser, Vettel weniger. Seit Frankreich kommt der Monegasse mit dem Auto so gut zurecht, weil Ferrari auf seine Wünsche hin Anpassungen am Auto vorgenommen hat. Leclerc gibt zu: „Bis dahin habe ich meinen Fahrstil dem Auto angepasst. Seit dem Rennen in Paul Ricard passe ich das Auto mehr meinem Fahrstil an.“

Charles Leclerc kommt mit dem Auto besser zurecht als Vettel
Für Vettel sind das keine guten Neuigkeiten. Für ihn ist vor allem das Heck problematisch: „Ich muss das einfach richtig gut spüren, Vertrauens ins Heck haben“, erklärt er. „Nur so kann ich das Auto schon am Kurveneingang in die Richtung bewegen, um schon vor dem Scheitelpunkt wieder aufs Gas zu steigen. Gelingt mir das nicht, muss ich nachlenken – und das führt zu Untersteuern.“
Nico Hülkenberg kann Vettels Probleme verstehen. Der Renault-Pilot zu AUTO BILD MOTORSPORT: „In der Formel 1 wird viel angepasst und eigentlich wird das Auto um die Wünsche der Fahrer maßgeschneidert. Aber das heißt nicht, dass es funktioniert. Es gibt schon Umstände, dass die Fahrzeugbalance einem Fahrer besser liegt als einem anderen.“
Und wie fühlt sich das dann im Cockpit an? Hülkenberg: „Scheiße. Du gehst dann einfach den Tick später aufs Gas, weil dir das Vertrauen fehlt.“
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