Formel 1: Vettel und Ferrari vor Kanada

Formel 1: Ferraris Saison 2019

Formel 1: Vettel und Ferrari vor Kanada

Vettel kontert Rücktritts-Gerüchte

Formel-1-Star Sebastian Vettel tritt Gerüchten entgegen, wonach er Ende der Saison 2019 zurücktreten wolle. Er habe bei Ferrari noch was zu erledigen.
Vor dem Großen Preis von Kanada in Montreal am kommenden Wochenende redet Sebastian Vettel (31) Klartext. Vettel zu AUTO BILD MOTORSPORT: "Ich habe nicht vor aufzuhören. Die Formel 1 macht mir immer noch extrem viel Spaß, und ich habe bei Ferrari noch was zu erledigen."
Der Deutsche widerspricht damit Gerüchten, wonach er am Ende der Saison seinen Rücktritt aus der Königsklasse plane. Vettel: "Wir wollen in dieser Saison noch einmal alles versuchen, um die Wende herbeizuführen. Der GP von Kanada soll der Anfang werden."
Vettel will seinen Sieg aus dem Vorjahr wiederholen, weiß aber, dass es schwer wird. "Unser Auto ist gut, aber wir sind immer noch dabei, es richtig kennenzulernen. Besonders das optimale Zusammenspiel mit den Reifen zu finden, ist in dieser Saison schwieriger geworden. Das haben die anderen (Mercedes, die Red.) bisher besser hinbekommen. Aber wir lernen jeden Tag dazu. Dieses Wissen nutzt uns auch zum Bau des Autos für nächste Saison."

"Ich habe nicht vor aufzuhören. Die Formel 1 macht mir immer noch extrem viel Spaß und ich habe bei Ferrari noch was zu erledigen."

Besonders gefragt ist dabei Ferrari-Teamchef Mattia Binotto (44). Der ehemalige Technikchef muss gerade den Spagat zwischen Gegenwart und Zukunft eingehen. Soll heißen: Er steht zu seinen jungen Ingenieuren und will dennoch das Team verbessern. Binotto: "Wir sind ein junges Team. Aber ich versichere Ihnen, jeder sitzt auf dem richtigen Platz und hat diesen auch verdient."
Das heißt aber nicht, dass Verstärkungen nicht willkommen sind. Von Red Bull hat man Simulationsspezialist Marco Adurno abgeworben. Aber besonders ein Name spielt hier eine große Rolle: Simone Resta. 2018 verließ Resta die Scuderia, um die Rolle des technischen Direktors beim Schwesterteam Alfa Romeo zu übernehmen. Binotto denkt nun über eine Rückkehr des Designers nach, der als enger Verbündeter des neuen Teamchefs gilt.
"Als Team versuchen wir uns natürlich immer zu verbessern, indem wir Schwächen ausmachen. Simone war in der Vergangenheit Teil des Ferrari-Teams, und er verfügt über viel Erfahrung. Wir prüfen nun, ob wir Simone wieder zu Ferrari zurückholen wollen."
In Kanada setzt der Italiener auf das bessere Verständnis des vorhandenen Pakets. Binottos bemerkenswert offene Aussage, wohlgemerkt in einer Presseaussendung: „Wir wissen, dass wir nicht konkurrenzfähig genug sind und bringen zunächst auch keine Veränderungen ans Auto, die einen signifikanten Einfluss auf unsere Probleme haben. Kanada stellt uns in den Bereichen Topspeed, Bremseffizienz und Traktion allerdings andere Herausforderungen als zuletzt und wir wollen versuchen, die Fehler der letzten Rennen hinter uns zu lassen." 
Erst für den nächsten GP in Frankreich ist dann ein neuer Frontflügel für mehr Abtrieb geplant. Dieser soll aber lediglich steilere Elemente aufweisen und nicht vom Outwash-Konzept (hier Lesen ) abweichen.
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Formel 1: Ferraris Saison 2019

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Hersteller

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