Formel 1: Vettel verarscht sich selbst
Hamilton würdigt Ferraris Kampf

Während Lewis Hamilton Ferraris Kampf lobt, nimmt sich Sebastian Vettel selbst auf die Schippe. An die zukünftige Stärke der Scuderia glauben beide.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
Die WM ist gelaufen, doch das Duell Sebastian Vettel gegen Lewis Hamilton geht weiter. „Ich hätte mir natürlich gewünscht, dass diese Pressekonferenz etwas weniger relaxed ist“, sagt der Deutsche am Donnerstag vor dem F1-Finale in Abu Dhabi. Doch Vettel nimmt seine Titelniederlage mit Humor. „Ich habe auf jeden Fall den Preis für das Möver des Jahres und für die Persönlichkeit des Jahres verdient. Für das Fair Play wird es vielleicht schwer“, sagt Vettel, in Anspielung auf seinen Baku-Rempler, bei der Frage nach möglichen Auszeichnungen für F1-Fahrer neben dem WM-Titel.

Hamilton und Vettel haben ihren Spaß miteinander
Sorgen, dass kein Feuer mehr im Duell Rot geben Silber ist, müssen sich die Fans also nicht machen. „Wir haben immer diesen Kampf zwischen uns, den anderen zu übertreffen“, erklärt Hamilton mit Blick auf Vettel. Das Wochenende in Abu Dhabi spielt dabei eine besondere Rolle. „Wir haben beide drei Siege hier. Ich will den vierten“, sagt der Brite - auch, weil er beim Wüstenrennen noch eine Rechnung offen hat: „Beim ersten Rennen hier 2009 gab es ein Auto für den Sieger (Mercedes SL 65 AMG Black Series; d. Red.) Ich habe geführt, aber dann haben meine hinteren Bremsen versagt. Und Seb hat gewonnen.“ Jetzt will Hamilton die Statistik wieder geraderücken.

Das Duell auf der Strecke verlor Vettel diese Saison
In diesem Punkt gibt es von Vettel keine Widerworte: „Das Level ist sehr hoch. Mercedes war die letzten Jahre dominant, dieses Jahr sind wir ihnen mit den Regeländerungen aber nähergekommen.“ Auch wegen der Entwicklung unter der Saison: „Das ist historisch gesehen nicht gerade Ferraris Stärke gewesen. Dieses Jahr haben wir aber bewiesen, dass wir da viel rausholen können“, findet Vettel. Was fehlt: „Der nächste und letzte Schritt. Der ist immer der schwerste.“ Vettel stellt klar: „Deshalb sind wir aber hier. Das ganze Team ist bereit, Maranello ist bereit. Wir haben für die Zukunft viele gute Projekte in der Pipeline.“
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