Formel 1: Vettels Mega-Aufholjagd
Mit Zuschauer-Hilfe aus der Krise

Sebastian Vettel kämpft sich mit einer stürmischen Aufholjagd aus der Krise. Teamkollege Charles Leclerc crasht dagegen und fällt aus.
- Michael Zeitler
- Bianca Garloff
Das ist die beste Antwort, die Sebastian Vettel seinen Kritikern geben kann: Mit einer stürmischen Aufholjagd von Rang 20 auf Platz zwei ist er der Star des Deutschland-GP 2019.
So lief der Deutschland-GP: Hier klicken
„Es war ein langes Rennen und hat sich so angefühlt als würde es nie enden", sagt der 32-Jährige. "Aber es hat viel Spaß gemacht, auch wenn es hart war mit den Bedingungen. Ich bin jetzt einfach happy. Für uns war heute immer nur das Motto: Gas geben und das nächste Auto kriegen, dann das nächste und so weiter.“
Vettel war der einzige Topfahrer, der keinen Fehler gemacht hat: Der gesundheitlich angeschlagene Lewis Hamilton kam nach mehreren Patzern nur auf Rang neun. Valtteri Bottas zerlegte seinen Mercedes bei einem Dreher. Selbst Sieger Max Verstappen legte eine 360-Grad-Piruette hin.

Sebastian Vettel kämpfte sich heute durchs Feld
Außerdem hat er auf die Zuschauer geachtet, um das Wetter besser einschätzen zu können. Vettel nach dem Rennen: „Der Indikator waren die Zuschauer, ohne Witz. Ich habe erst die Hand aus dem Auto rausgehalten, die Tropfen waren relativ groß. Es fühlte sich auch so an, als sei es immer noch relativ feucht, dabei sah es aus, als wäre es trocken.“
Vettels kurioser Plan: „Dann habe ich irgendwann angefangen, auf die Zuschauer zu schauen, ob die die Regenschirme aufgespannt haben, oder nicht. Und die waren alle weg. Also habe ich gedacht, so schlimm kann's nicht sein. Keiner wird freiwillig so nass.“
Anschließend wechselte Vettel früh auf Trockenreifen – das verhalf ihm am Ende zum Podest.
In der WM liegt er noch immer 82 Punkte hinter Lewis Hamilton. Aber eben auch 21 Punkte vor Ferrari-Teamkollege Charles Leclerc. Der Monegasse war einer der Fahrer, die für einen Fahrfehler teuer bezahlen mussten: Auch er stopfte seinen Ferrari im Motodrom in die Wand. „Ich nehme volle Verantwortung für diesen Fehler“, erklärte er. Noch am Funk fluchte er wild.
Ferrari-Teamchef Mattia Binotto kommentiert: "Sebastian war das ganze Wochenende und heute in einer brillanten Form. Charles weiß, dass er heute eine Möglichkeit hat liegen gelassen."
Vettel machte 18 Plätze gut. Unglaublich: In der Geschichte der Formel 1 bringt ihn das gerade Mal auf Rang 50 der größten Aufholjagden. Doch es ist die größte Fahrt durchs Feld seit Lewis Hamilton in Ungarn 2014. Der Mercedes-Pilot stürmte damals von Rang 22 auf drei – also 19 Plätze nach vorn.
Obwohl es für Vettel mit dem Sieg also nicht gereicht hat, darf er zufrieden sein. Die größten Aufholjagden, die mit dem Sieg geendet haben, zeigen wir hier in der Bildergalerie.
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