Eau Rouge. Sie gilt als Mutter alle Kurven. Als Mutprobe. Als gefährlichstes Bergaufstück im Motorsport. Jacques Villeneuve bezeichnete seinen Crash dort einst als seinen „geilsten Unfall, den er je hatte“. In der Formel 1 verunglückte dort zuletzt Kevin Magnussen 2016. Der Deutsche Stefan Bellof starb in der Senke 1985 bei einem Sportwagenrennen.
Am vergangenen Wochenende forderte die Kurve, die nach einem rot schimmernden Bach benannt ist, ihr nächstes Opfer: Anthoine Hubert.
Williams
Immer wieder Eau Rozge: Villeneuves Wrack 1998
Doch auch Sebastian Vettel hat die Tücken von Eau Rouge schon kennengelernt. 2007 crashte er dort in der Renault World Series (s. Video unten). Und er hat eine bleibende Erinnerung zurückbehalten: den Vettel-Finger.
Der Zeigefinger seiner rechten Hand, der nach seinen Siegen als Vettel-Finger bekannt geworden ist, ist krumm. Weil Vettel sich den Finger beim Crash in Raidillon ausgangs Eau Rouge (beide Abschnitte werden oft in einem Atemzug genannt) gebrochen hat.
Vettel: „Ich bin mit der Hand an die Cockpitwand geschlagen. Danach ist er einfach krumm wieder zusammengewachsen.“
Der Heppenheimer erinnert sich weiter: „Ich stand quer auf der Fahrbahn, die Autos rasten auf mich zu. Eigentlich soll man ja im Auto sitzen bleiben, aber das war mir zu gefährlich. Ich bin dann schnell raus und über die Reifenstapel gesprungen.“
Eau Rouge und Raidillon, die gefährlichsten Kurven im Motorsport. Das weiß auch Sebastian Vettel.

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Geschichte der Sicherheit in der Formel 1
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