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Formel 1: Vorletztes Rennen von Hülkenberg

Interlagos-Pole blieb der Höhepunkt

Nico Hülkenbergs F1-Karriere steht vor dem Ende. Beim vorletzten Saisonrennen in Sao Paulo kehrt er noch einmal an der Ort seines größten F1-Erfolgs zurück.
Mittlerweile ist es fix: die Formel-1-Saison 2020 findet ohne Nico Hülkenberg statt! Seit dem letzten Rennwochenende in Austin haben erst Alfa Romeo mit Antonio Giovinazzi, dann Red Bull und Toro Rosso mit Alex Albon und dem Duo Daniil Kvyat/Pierre Gasly, ihre Fahrer für kommendes Jahr bestätigt. Nur das zweite Williams-Cockpit, das Hülkenberg selbst schon ausgeschlossen hat und wohl an Nicholas Latifi geht, ist theoretisch noch vakant.
Bedeutet auch: für den sympathischen Rheinländer, der nach drei Jahren bei Renault im Team durch den Franzosen Esteban Ocon ersetzt wird, ist kein Platz mehr in der Königsklasse - das Rennen am Wochenende in Sao Paulo wird wohl sein vorletzter F1-Grand-Prix.
"Jetzt wo wir Gewissheit haben, bin ich gespannt, was mich erwartet. Natürlich ist ein Teil von mir auch traurig. Und wenn ich die Rennen am Fernseher verfolge, werde ich noch trauriger sein", sagt Hülkenberg am Donnerstag im Fahrerlager von Sao Paulo. Der Deutsche beweist aber auch Galgenhumor, scherzt: "Zur Auswahl stehen jetzt Pizzabäcker, Frisör, Zahnarzt, Schönheits-Chirurg oder Frauenarzt."
Bevor es aber soweit kommt, kehrt Hülkenberg auf seiner kurzen Abschiedstournee erst noch einmal an den Ort zurück, an dem er vor neun Jahren den größten Erfolg seiner Formel-1-Laufbahn feiern konnte.
Am 6. November 2010 wird das Qualifying zum Brasilien GP zum Regenspektakel - mit dem großen Gewinner Nico Hülkenberg als überraschendem Pole-Setter. Um über eine Sekunde hatte er Sebastian Vettel im Red Bull auf Platz zwei verwiesen. "Als ich noch jung und schnell war", schrieb Hülkenberg nun rückblickend mit einem Zwinkersmiley zu einem Video von damals bei Instagram.

Hülkenberg feiert mit Vettel die erste und einzige Pole

So gut, so schön. Im Rennen wurde Hülkenberg Achter, beim Saisonfinale 16. - und dann geriet die F1-Karriere des hoch gehandelten Hülkenberg (zuvor Meister der A1-Rennserie, Meister der Formel-3-Euroserie, Meister der GP2) auch schon wieder ins Stocken. Sein Vertrag beim Williams-Team wurde am Ende seiner Rookie-Saison nicht verlängert, er wurde Testfahrer bei Force India. 2012 stieg er dort zum Stammfahrer auf. 2013 fuhr Hülkenberg für den Schweizer Sauber-Rennstall. Von 2014 bis einschließlich 2016 war es wieder Force India, ehe er 2017 zu Renault wechselte.
Was in der Aufzählung fehlt, sind die drei großen Teams: Mercedes, Ferrari, Red Bull. "Er ist der Superheld mit dem Talent, ein Rennsuperstar zu werden - wenn er nur in einem Top-Team seine Muskeln spielen lassen könnte", urteilt die Formel 1 auf ihrer Homepage über Hülkenberg, der den Spitznamen "Hulk" trägt. Und so kommt es, dass dieser Nico Hülkenberg, der 2015 die legendären 24 Stunden von Le Mans gewann, womöglich das letzte Mal als F1-Fahrer zum Brasilien GP gereist ist. Der Ort voller Erinnerungen. "Die Pole Position 2010 war etwas ganz Besonderes", sagt er heute. "Das hat einfach Spaß gemacht, weil alles gepasst hat."
Ansonsten passte halt nicht so viel in seiner Formel-1-Karriere. Hülkenberg wechselte mehrmals das Management, einen Platz in einem der drei erfolgversprechenden Teams brachte ihm das auch nicht ein. Stattdessen ist er der Pilot mit den meisten Grand-Prix-Teilnahmen (177) in der Formel 1, ohne es jemals aufs Podest geschafft zu haben. Dreimal Vierter steht in der Sparte der besten Rennergebnisse.
Mittlerweile ist Hülkenberg 32 Jahre alt. Einen genauen Zukunftsplan hat der Emmericher nach eigener Aussage noch nicht für kommendes Jahr. Fakt ist aber: nach seinem F1-Aus wird Sebastian Vettel 2020 als einziger Deutscher in der Königsklasse am Start sein. (fh/dpa)

Fotos: Picture-Alliance

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