Formel 1: Wehrlein mit Einjahresvertrag
Lieber F1 als DTM-Titelverteidigung

Pascal Wehrlein hat das erste Interview als Formel-1-Pilot hinter sich: Über die Beförderung, die Ziele und die bisherigen Leistungen des Deutschen.
Bild: Picture-Alliance / Mercedes
- Bianca Garloff
- Michael Zeitler
Seinen ersten offiziellen Auftritt als Formel-1-Fahrer hat Pascal Wehrlein (21) bereits absolviert. In einer Telefonpresserunde mit deutschen Journalisten sagte er: „So gerne ich den Titel in der DTM verteidigt hätte, ich wollte schon immer in die Formel 1. Ich bin mega happy, dass dieser Traum in Erfüllung gegangen ist.“
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Bekannt wurde Wehrlein dem deutschen Publikum bereits 2014 durch einen unverschuldeten Unfall bei einer Sponsorenfahrt im Trainingslager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Südtirol. Es war der Tiefpunkt seines noch jungen Lebens. Aber auch der Wendepunkt. Denn danach schrieb er nur noch sportliche Schlagzeilen.

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Vater fährt nur Mercedes
Das Mercedes-Engagement in der DTM 2013 bis 2015 war für den ehemaligen Kart- und Formel-3-Piloten nur als Übergang gedacht. „Mein Vater war Fan von Mika Häkkinen (Weltmeister 1998 und 1999; d. Red.). Ich habe mit ihm Formel-1-Rennen angeschaut, seit ich fünf war“, erzählte Wehrlein einst im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT, „da habe ich ihm irgendwann gesagt: Ich will auch mal Formel-1-Fahrer werden.“
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„Er war schon unser Formel-3-Zögling“, erinnert sich Ex-Mercedes-Sportchef Norbert Haug (62), „ich habe es 2012 noch in die Wege geleitet, dass er DTM fährt. Toto Wolff hat ihn dann gleich zum Formel-1-Testfahrer befördert und das macht der Toto nur, wenn jemand viel Potenzial hat.“

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Sein größter Förderer war und ist Mercedes-Sportchef Toto Wolff. „Nach seinem Titel in der DTM war die Formel 1 der nächste logische Schritt für Pascal“, sagt der Österreicher zu AUTO BILD MOTORSPORT. Man hört: Im Mercedes-Simulator fährt er schon jetzt auf Augenhöhe mit Lewis Hamilton und Nico Rosberg...
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