Formel 1: Wie geht’s weiter mit Mercedes?
Daimler: "Formel 1 wichtiger Baustein"

Das F1-Programm von Mercedes hat zwei große Unterstützer verloren: Daimler-Vorstand Dieter Zetsche und Niki Lauda. Welche Folgen das haben könnte:
- Bianca Garloff
- Ralf Bach
Seit fünf Jahren dominiert Mercedes die Königsklasse. Auch an diesem Wochenende in Kanada kann Lewis Hamilton Geschichte schreiben und Michael Schumachers Rekord von sieben Siegen in Montreal einstellen. Ende der Saison dürfte der sechste Doppel-WM-Titel (Fahrer/Konstrukteur) in trockenen Tüchern sein. Dann wäre man erfolgreicher als Ferrari während der Schumacher-Ära.
Für die Zukunft bleibt nach so viel Erfolg am laufenden Band die Frage: Kann man sich sportlich noch steigern? Und: Wie groß ist die Gefahr, dass die neuen Regeln ab 2021 inklusive einer Budgetobergrenze das Feld durcheinanderwürfeln?
Ex-Formel-1-Chef Bernie Ecclestone (88) glaubt, dass der Tod von F1-Aufsichtsratschef Niki Lauda und der Abgang von Dieter Zetsche (66) die Formel 1 zumindest auf den Prüfstand stellen könnten. Ecclestone: „Niki überzeugte die Bosse immer davon, warum die Formel 1 so wichtig ist. Sie hörten ihm zu und gaben ihm immer auch das Geld, das für den Erfolg nötig war.“
Fakt ist: Der aktuelle Formel-1-Vertrag aller Teams läuft Ende 2020 aus, genauso der Kontrakt von Teamchef Toto Wolff. Mit dem Schweden Ola Källenius hat Daimler einen neuen Chef, der als Pragmatiker gilt, der Kosten und Nutzen knallhart abwägt. Deshalb meldet der Flurfunk in der Konzernzentrale, dass eines der Sparprogramme (mehr als sieben Milliarden Euro sollen zurückgelegt werden) auch die Formel 1 betreffen könnte.

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Wer indes neuer Aufsichtsratchef von Mercedes AMG F1 wird, steht noch nicht fest. Ein Sprecher zu ABMS: „Wir haben einen Freund, einen Mentor und einen Leitstern des Teams verloren. Wir werden sein Vermächtnis fortschreiben in den Werten und der Kultur unseres Teams, die er entscheidend mitgeprägt hat. Zu gegebener Zeit werden wir die notwendigen Maßnahmen zur Berufung eines neuen Chairmans des Aufsichtsrats ergreifen. Aber Niki ist schlicht unersetzbar.”
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