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Formel 1: Wie stark wird Red-Bull-Honda?

Erste Reibungen bei Red-Bull-Honda

Red Bull fährt 2019 erstmals mit Honda-Motoren im Heck. Doch schon vor dem ersten Rennen gibt es Spannungen. Die Hintergründe exklusiv bei ABMS:
Red Bull-Honda ordnet sich vorm Saisonstart neu. Die Kombination, die 2019 erstmals zusammen antritt, um mit den Fahrern Max Verstappen (Niederlande, 21) und Pierre Gasly (Frankreich, 22) in den erwarteten WM-Kampf zwischen Mercedes und Ferrari einzugreifen, muss schon im Winter nacharbeiten.

Kann Red Bull 2019 endlich um den Titel mitkämpfen?

AUTO BILD MOTORSPORT erfuhr: Die Zusammenarbeit zwischen dem japanischen Automobilhersteller und dem Grazer Simulationsfachunternehmen AVL wurde auf Eis gelegt. AVL ist das weltweit größte, unabhängige Unternehmen für die Entwicklung, Simulation und Prüftechnik von Antriebssystemen (Hybrid- und Verbrennungsmotoren, Getrieben, Elektromotoren, Batterien und Software) für Pkw, Nutzfahrzeuge und Großmotoren mit eigenem Prüfstand. Honda hat schon seit einiger Zeit die Anlagen der Österreicher genutzt, um seinen Formel-1-Motor zu verbessern.
Grund der Trennung: Zwistigkeiten zwischen einem Projektleiter von AVL und den Honda-Ingenieuren. Interessant: Unstimmigkeiten mit jenem Projektleiter hatten schon zum Ende der Zusammenarbeit zwischen Ferrari und AVL geführt. Die Italiener hatten vor Honda die innovativen Anlagen von AVL genutzt. Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko (75) bestätigte auf Nachfrage die ABMS-Informationen.

Marko (r.) traut Verstappen (l.) den großen Wurf zu

Marko erklärte auch, dass die Zusammenarbeit zwischen Ex-Mercedes-Motorenchef Mario Illien (69) und Honda eingeschränkt werde. Honda hatte das Schweizer Motorengenie engagiert, um die starken Vibrationen des Honda-Verbrennungsmotors zu bekämpfen. Die führen dazu, dass die volle Kraft des japanischen Hybrid-Motors, dessen PS-Zahl theoretisch schon über der des Renault-Motors liegen soll, nie ganz abgerufen werden konnte. Offenbar hatte Illien dabei nicht die zündende Idee. Honda will die Probleme jetzt jedenfalls alleine lösen. Marko gibt in dieser Sache aber Entwarnung: „Dazu wurden entsprechende Maßnahmen eingeleitet.“
Insgesamt ist der Österreicher vom Erfolg in 2019 überzeugt. „Honda hat Renault bereits überholt und wird 2019 noch besser werden. Dann hat Max (Verstappen; d. Red.) alles zusammen, um es zu schaffen. An ihm wird es sicher nicht liegen. Er verbessert sich ständig, es scheint für ihn kein Limit zu geben!“

Autor: Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance

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