Kommen 2021 zwei neue Teams in die Formel 1? Neben Panthera hat kürzlich auch der spanische Campos-Rennstall mit der Unterstützung von MIM (Monaco Increase Management) Absichten bekundet, 2021 in der Formel 1 mitzumischen – mit Alex Palou und dem Deutschen Pascal Wehrlein als Fahrer. Beide werden von MIM betreut.
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Allerdings: Die Formel-1-Pläne wirken skurril. In einer Pressemitteilung des Teams war von einem Treffen mit der Formel-1-Spitze um Ross Brawn am 15. Mai und 31. Juli die Rede.
Wehrlein
Gibt es 2021 neue Teams?
Die Formel 1 sandte kurz darauf eine Pressemitteilung aus, in der es heißt: „In den vergangenen Wochen haben einige Organisationen ihre Ambition kenntlich gemacht, ab 2021 an der Formel-1-Weltmeisterschaft teilzunehmen. Die Formel 1 freut sich zwar über das Interesse. Allerdings können wir bestätigen, dass mit keinen Personen oder Unternehmen ernsthafte Gespräche über die Zulassung von neuen Teams geführt wurden.“
Campos ist seit Jahren in der Formel 2 und Formel 3 mit eigenen Teams vertreten. Bis in die vergangene Saison betreuten die Spanier auch das Formel-E-Projekt des indischen Autoherstellers Mahindra – für das Wehrlein an den Start geht.
Mehrmals hatte Adrian Campos, 1987 und 1988 selbst bei 17 Formel-1-Rennen für Minardi am Start, schon vergeblich versucht, sein Team in die Formel 1 zu bringen – erstmals 1998, als er Minardi kaufen wollte. Auch eine Übernahme des Super-Aguri-Teams 2008 scheiterte, ebenso wie ein Projekt 2010, das schließlich von einem anderen spanischen Geschäftsmann gekauft und als HRT weiterbetrieben wurde. Nach drei Jahren war die F1-Mannschaft wieder verschwunden.
Bei den Formel-E-Testfahrten in Valencia vergangene Woche hat AUTO BILD MOTORSPORT bei Pascal Wehrlein direkt nachgefragt. Was weiß er über das Projekt?
Wehrlein: „Erst mal schaue ich wenig auf die Formel 1, außer auf meinen Job mit Ferrari. Ich bin in einer sehr guten Position, mit Formel E und dem Simulator-Job bei Ferrari in der Formel 1. Ich bin viel beschäftigt, habe aber viel Spaß dabei. Was später passiert, mal sehen. Es ist gut, wenn mein Name in dem Zusammenhang fällt, aber bisher ist ja noch nichts in Stein gemeißelt. Die Lizenzen werden erst vergeben und daher mache ich mir darüber noch keinen Kopf.“

Von

Michael Zeitler