Formel 1: Wirbel um Verstappen-Aussagen
"Villeneuve hat selbst getötet!"

Harter Tobak von Max Verstappen: Der Red-Bull-Star reagiert mit einem heftigen Spruch auf Kritiker Jacques Villeneuve! ABMS erklärt: Darum geht es.
Bild: Picture-Alliance / Twitter
- Ralf Bach
- Bianca Garloff
Wirbel um einen verbalen Schlagabtausch zwischen Max Verstappen und Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve. Der Kanadier hatte nach Verstappens Rüpel-Rennen in Spa geraten, dass der junge Holländer ruhiger werden müsse. "Du wirst sonst noch jemanden umbringen", kommentierte der Kanadier, der für Sky Italia im Fahrerlager unterwegs ist.

Ex-Weltmeister Villeneuve arbeitet nun als TV-Experte
Was Verstappen meint: 2001 kam bei einem Horrorunfall Villeneuves ein Streckenposten ums Leben. Ralf Schumacher hatte damals im BMW-Williams zu früh gebremst, Villeneuve knallte ihm ins Heck, stieg auf und überschlug sich. Tragisch: Ein Rad flog durch eine Öffnung im Fangzaun und traf den dort postierten Streckenmarschall Graham Beveridge tödlich am Kopf.AUTO BILD MOTORSPORT fragte bei Red Bull nach und kann die kontroversen Äußerungen bestätigen. Verstappen legte sogar noch nach: "Er muss auf sich selbst schauen. Was er sagt, ist respektlos gegenüber der Familie des verstorbenen Streckenposten."

Verstappen gilt seit Spa als neuer Formel-1-Rambo
Auch zu ABMS sagte der Kanadier bereits am vergangenen Sonntag: "Max gehört bestraft, aber die Formel 1 hat in ihm ihren neuen Superstar gefunden, deshalb halten sich die Stewards zurück."
Kommentar von ABMS-Redaktionsleiterin Bianca Garloff
Endlich ist wieder was los in der Formel 1. Wenn schon auf der Strecke wegen der Mercedes-Dominanz Langeweile herrscht, zoffen sich wenigstes die Protagonisten. Max Verstappens Auftreten auf und neben der Strecke finde ich erfrischend. Sein Verhalten entspricht dem eines zukünftigen Champions. Keine Kritik zulassen, sich um jeden Preis Respekt verschaffen. Und kein Blatt vor den Mund nehmen. Da entwickelt sich ein echter Charakterkopf, den der Sport so dringend braucht.

Um diesen Crash geht's: Villeneuve 2001 in Melbourne
Der Tod des Streckenpostens war eine Verkettung unglücklicher Umstände. Verstappens Fahrweise mit späten Spurwechseln in der Bremszone ist dagegen zwar sehr mutig, aber eben auch gefährlich. Nicht umsonst hat Rennleiter Charlie Whiting deshalb bereits am Monza-Freitag mit dem Shootingstar ein klärendes Gespräch geführt. Mit solchen Aussagen - dazu zählt auch die Revanche für den Startcrash von Spa - sollte sich Verstappen etwas zurückhalten.
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