Formel 1: Wolff unterstützt Wehrlein
Millionen-Poker um Wehrlein

Wo fährt Pascal Wehrlein 2018? Williams wäre das Wunschcockpit für den Deutschen. Die Unterstützung von Mercedes-Sportchef Toto Wolff hat er.
Bild: Picture-Alliance
- Bianca Garloff
- Ralf Bach
Es war der Lacher am Sonntag nach dem Rennen in Austin. Als RTL-Reporter Kai Ebel Sauber-Pilot Pascal Wehrlein nach News zu seiner Vertragssituation fragte, konterte der Deutsche trocken: „Da hab ich jetzt während des Rennens nichts Neues gehört.“ Eine flapsige Antwort, die Wehrleins Situation indes nur allzu gut beschreibt. Seit Wochen wartet der Schwabe auf Neuigkeiten zu seiner Zukunft. Doch noch heißt es: weiter warten.

Bei Sauber geht es für Wehrlein wohl nicht weiter
Von Mercedes-Sportchef Toto Wolff wird er dabei entgegen anderslautender Meldungen weiter unterstützt. „Williams ist ein unabhängiges Team und entscheidet selbst“, sagt der Österreicher zu AUTO BILD MOTORSPORT und wirbt für seinen Zögling. „Würde ich entscheiden, wäre Pascal ganz klar erste Wahl. Er ist meiner Meinung der mit Abstand schnellste der Kandidaten und wäre der einzige richtige Maßstab für Lance Stroll.“

Ist Wehrlein auch 2018 noch in der F1 unterwegs?
Kubica und di Resta werden währenddessen verbal von Noch-Stammfahrer Felipe Massa eliminiert: „Ich habe wirklich keine Ahnung, wie er fährt“, sagt der Brasilianer über den nach einem Rallye-Unfall an seinem rechten Arm behinderten Kubica. „Ich jedenfalls könnte nicht mit einem Arm fahren und ich kann mir vorstellen, dass er zumindest bei gewissen Strecken Probleme mit diesen physisch sehr anstrengend zu fahrenden Autos bekommt.“

Mercedes-Chef Wolff fördert Wehrlein schon lange
Fakt ist: Die Stimmen mehren sich, wonach Wehrlein bei Williams die logische Wahl sein müsste. Lowe bestätigt, der Deutsche sei „absolut“ in der engeren Auswahl und erklärt auch, warum man den Mercedes-Junior anders als di Resta und Kubica nicht testen braucht. „Jemanden wie Pascal muss ich nicht ins Auto setzen. Er sitzt ohnehin jede Woche im Auto.“ Dazu kommt: Lowe weiß aus seiner Zeit als Mercedes-Technikchef bestens Bescheid über Wehrleins Fähigkeiten am Steuer.

Schafft der Deutsche 2018 den Sprung zu Williams?
Woran also hakt es noch? Radio Fahrerlager meldet: am Geld. Mit Wehrlein pokert Williams unter anderem um einen Rabatt bei den Motoren. Mercedes-Sportchef Toto Wolff pokert mit und sagt: „Ein Fahrer kommt irgendwann an einen Punkt in seiner Karriere, wo niemand mehr für ihn zahlen sollte.“
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