Formel 1: Zoff um "Oldtimerhandel"
Renault-Chef schreit Marko an

Zoff zwischen Renault und Toro Rosso: Die Franzosen glauben, dass die vielen Motorschäden bei der Scuderia auf einen falschen Umgang zurückzuführen sind.
Bild: Picture-Alliance
- Ralf Bach
- Bianca Garloff
Zoff zwischen Toro Rosso und Renault! Im Fahrerlager von Brasilien kam es heute zum offenen Streit zwischen Renault-Teamchef Cyril Abiteboul und Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko. Der Franzose schrie den Österreicher mitten im Paddock an. Marko dagegen blieb relativ ruhig, lächelte nur.

Wütend: Renault-Teamchef Cyril Abiteboul
Abiteboul konterte, man sei "besorgt über die Art und Weise, wie unser Motor im Toro-Rosso-Auto betrieben wird. Das könnte erklären, warum wir speziell bei Toro Rosso so viele Probleme hatten. In diesem Sport gibt es keine Zufälle." Bereits in Mexiko waren die Renault-Motoren reihenweise hochgegangen. Der Vorwurf: Toro Rosso habe sich nicht an die Einsatzparameter gehalten.

Aktuell mehr in der Box als auf der Piste: Toro Rosso
Das Team möchte "klarstellen, dass alle Defekte an der MGU-H und an der Welle, die bei Toro Rosso kürzlich aufgetreten sind, nicht in Zusammenhang mit der Art und Weise stehen, wie das Team die Antriebseinheit betreibt und wie diese ins Chassis eingebaut ist." Der Hauptgrund für die Probleme seien fehlende neue Teile. Folge: Ständig müssen Bauteile von einer Antriebseinheit zur anderen getauscht werden.
Auf Nachfrage wollte sich Red Bull-Sportchef Helmut Marko nicht mehr zum Teamkrieg äußern. Der Österreicher ist auf Schlichten aus. Sein Problem: 2018 muss sein A-Team Red Bull weiterhin mit den Antriebseinheiten aus Frankreich fahren... Übrigens: Mittlerweile macht sich sogar Mercedes via Twitter über den Streit lustig. Das Team retweetete ein Video des Streits und kommentierte: "Also @redbullracing, wir haben das Niki (Lauda; d. Red.) gezeigt. (Sein Kommentar:) "Es scheint als sei Helmut ein unartiger Junge gewesen." Wer den Schaden hat…
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