Formel 3: Grand Prix de Pau
Deutsche unter Wert geschlagen

Beim legendären Formel-3-GP in Pau gibt es reichlich Schrott statt Ruhm für die beiden deutschen Starter. Maximilian Günther verliert Tabellenführung, David Beckmann feiert Debüt.
Bild: F3 EM
- Michael Zeitler
Alle Schaufenster in der Stadt sind dekoriert. Auf dem Marktplatz sind Oldtimer ausgestellt. Betonung auf old. Ein Renault von 1910 sieht noch aus wie eine Kutsche, ist technisch aber schon ein Auto. Der starke Regen trübt die idyllische Atmosphäre in der Kleinstadt, knapp nördlich der Pyrenäen.
Zu gut für einen Gaststart: Formel 3 will Piquet nicht

Der Regen in Pau trübte etwas die Stimmung
Seit 1935 blieb die Streckenführung aber unangetastet. Nur die Sicherheitsvorkehrungen wurden nach und nach professionalisiert. Und die Autos wurden immer kleiner: Die großen GP-Stars kommen schon lange nicht mehr nach Pau. Bis 1963 fand das Rennen auf der knapp 2,8 Kilometer langen Strecke noch mit Formel-1-Rennwagen statt, wenn auch nicht mit WM-Status. Gewinner damals: Jim Clark, der die 60er Jahre wie kein zweiter Fahrer prägte. Und bis heute der Rekordsieger von Pau ist.
Rekordsieger Jim Clark

Der Kurs durch die Kleinstadt ist seit 1935 unverändert
Günther reiste als Tabellenführer an – hat nach Pau aber 13 Punkte Rückstand auf Prema-Power-Teamkollege Lance Stroll. „Das ist weniger schlimm, als ich nach dem Qualifying befürchtet habe“, atmet er im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT auf. „Ich habe im regnerischen Qualifying einen Randstein zu heftig getroffen und bin in die Leitplanken gekracht. Das Auto war kaputt, das Qualifying vorbei.“ Und eine hintere Startposition garantiert. Aber auch Stroll konnte kein Rennen gewinnen: Die Siege gingen an Ben Barnicoat, George Russell und Alessio Lorandi. Die F3-Europameisterschaft ist härter umkämpft denn je.

Ben Barnicoat gewann den ersten Lauf in Pau
Für Spielberg nimmt er sich mehr vor: „Da rechne ich mir wirklich mehr aus, denn die Strecke kenne ich schon aus der Formel 4 und es ist mein Lieblingskurs.“ Auch Günther will wieder angreifen: „Mein Ziel ist es ganz klar, ganz vorne zu sein.“
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