Was sind Ihre ersten Erinnerungen an den Start des Formel-E-Projekts?
Hans-Jürgen Abt: „Ich erinnere mich noch an einige ungläubige Gesichter, als ich vor über zehn Jahren mit der Idee, in eine elektrische Rennserie einzusteigen, nach Kempten kam. Doch je mehr wir uns alle mit dieser Herausforderung beschäftigt haben, desto größer wurde die Begeisterung – und die hält bis heute an. Wie aus unserem Tagesgeschäft ist die Elektromobilität inzwischen auch aus dem Motorsport nicht mehr wegzudenken.“
Wie beurteilen Sie die Entwicklung der Formel E?
„Aus einem kleinen motorsportlichen Start-up, an dem viele gezweifelt haben, ist inzwischen eine hochprofessionelle Weltmeisterschaft mit FIA-Prädikat und einer Bekanntheit rund um den Globus geworden – dafür kann man vor Alejandro Agag und seinem gesamten Team nur den Hut ziehen. Wir sind stolz darauf, in allen Generationen ein Teil der Formel-E-Familie gewesen zu sein und freuen uns auf noch viele gemeinsame Höhepunkte.“
Für Abt Cupra ist der Auftakt in die zehnte Saison der Formel-E-Weltmeisterschaft ein besonderer Tag.
Bild: LAT / Abt
Können Sie Ihr persönliches Highlight aus den bisherigen 99 Rennen nennen?
„Natürlich bleibt der Titelgewinn von Lucas (di Grassi) in Montreal 2017 unvergessen, das war eine wahnsinnige Erleichterung und pure Freude. Ich erinnere mich aber auch sehr gern an den Sieg beim allerersten Rennen in Peking, als wir nach einer chaotischen letzten Runde plötzlich auf dem Podium standen. Oder an Daniels (Abt) und Lucas’ Fabel-Wochenende 2018 in Berlin, wo die beiden alles abgeräumt haben.“