Ganz ohne Rennfahrer geht es halt doch nicht. Die Roborace-Rennserie wird nun doch – zumindest teilweise – auf Piloten zurückgreifen und nicht ausschließlich mit voll autonomen Rennautos starten. Geschäftsführer Lucas di Grassi, der für Audi Sport Abt Schaeffler selbst in der Formel E fährt, erklärt: „Die anfängliche Idee war, es in Saison eins mit dem Robocar zu versuchen. Allerdings wird der Unterschied zwischen menschlichem und autonomem Fahren deutlich eindrucksvoller, wenn ein Pilot aus dem Fahrzeug aussteigt und das Auto anschließend allein weiterfährt.“
Di Grassi fügt an: „Dazu kommt: Motorsport braucht eine menschliche Komponente. Es soll auch bei uns um Menschen und ihre Maschinen gehen.“
Roborace
Der Unterschied zwischen dem alten und neuen Roboracer
Das klingt einleuchtend. Doch Fakt ist auch: Bisher haben viele Testläufe mit dem autonomen Rennauto noch gar nicht richtig funktioniert. Es gab Unfälle und vor allem: kaum schnelle Zeiten. Dazu musste bisher auch ein Ingenieur am Steuer eine Runde absolvieren, damit die Software dann die Runde abspeichern und ohne Fahrer nachahmen konnte. 
Daher soll jetzt auch nicht der pfeilförmige Roboracer zum Einsatz kommen, wo kein Fahrer Platz hat. Sondern der DevBot 2.0, ein Modell, das auf den Testträger basiert und sich von einem LMP3-Sportwagenprototyp ableitet. Es sind insgesamt vier Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von 540 Kilowatt (734 PS) verbaut.
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Derzeit werden mehrere Fahrzeuge aufgebaut. Noch 2019 soll das erste Rennen ausgefahren werden. Zwei Teams haben sich schon eingeschrieben, dazu kommt das Open-Source-Team, an dem sich die Öffentlichkeit beteiligen kann.