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Formel E: Felipe Massa im Interview

"Mehr F1-Fahrer wollen in die Formel E"

Ist das Formel-E-Fahrerfeld besser als in der Formel 1? Formel-E-Neuling Venturi-Neuzugang Felipe Massa vergleicht vorm Saisonstart in Riad Piloten, Leistung und Wettkampf.
Herr Massa, in der Formel 1 hatten Sie in den letzten Jahren nicht mehr das Auto, um um Siege zu kämpfen. In der Formel E sind Sie bei Venturi jetzt aber wieder der Superstar. Wie fühlt sich das an?
Felipe Massa (37): Ich bin nicht der Fahrer, der das unbedingt braucht. Ich versuche, bodenständig zu sein. Ich denke, ich war ein wichtiger Pilot in der Formel 1. Es ist schön zu sehen, wenn die Fans Autogramme von mir wollen. In der Formel E will man große Namen.
Viele bekannte Fahrer hatten in der Formel E ihre Probleme. Was macht Sie zuversichtlich, dass es Ihnen anders gehen wird?

Felipe Massa wagt sich an sein Formel-E-Abenteuer

Es ist echt eine neue Herausforderung. Schau dir ein Formel-E-Auto an im Vergleich zu allem, was ich vorher gefahren bin! Ich muss viel ändern: die Art zu fahren, die Stadtkurse. Das Auto ist ganz Rennauto, aber ohne die typischen Merkmale: kein Sound, keine Gänge, keine Verzögerung beim Gasgeben. Das Level der Fahrer ist sehr hoch: In vier Jahren sind vier Piloten Meister geworden. Ich liebe neue Herausforderungen, und ich glaube an mich.
Ihr Ziel für Ihre erste Saison?
Ich will immer gewinnen, das war schon in der Formel 1 so. Aber auch wenn du nicht gewinnst und trotzdem das Beste herausholst aus dem Auto, ist das ein tolles Gefühl.
Ist das Fahrerfeld sogar stärker als in der Formel 1?
In der Formel 1 hast du wirklich die besten Fahrer der Welt. Die meisten haben davor alles gewonnen. Aber das Level in der Formel E ist auch sehr hoch. Viele kommen aus der Formel 1. Andere vielleicht nicht, aber die sind trotzdem gut. Es fehlt nicht viel zum Niveau der Formel 1.
Vermissen Sie nicht die Motorleistung eines F1-Autos?

Welche F1-Stars zieht es künftig noch in die E-Serie?

Die Formel E ist natürlich anders. Was ich zuletzt vermisst habe, ist der Wettkampf. Den bietet die Formel E, wenn du die Zahl der Überholmanöver siehst. Darauf freue ich mich.
Sie kennen die aktuellen Formel-1-Fahrer: Folgen Ihnen welche in die Formel E?
Das denke ich, ja. Jeder Fahrer in der Formel 1 wird sich anschauen, was ich hier mache und was mit der Formel E passiert. Das wird noch mehr wachsen.
Warum fahren Sie für Venturi, die noch ohne Sieg sind?
Mein Appartement ist nur fünf Minuten vom Teamsitz entfernt (lacht). Nein, ich kenne ihre Ideen für die Zukunft. Das hat mein Interesse geweckt.
Die neue Formel-E-Saison startet am 15. Dezember in Riad (ab 13 Uhr auf Eurosport und im Livestream auf zdf.de).

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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