Formel E gibt in Los Angeles Gas
Hollywood-Heimspiel für DiCaprio

Hollywood, Stars, Kokain! Die Formel E sorgt vor dem Auftritt in Los Angeles für eine Menge Aufsehen: AUTO BILD MOTORSPORT blickt auf Lauf Nummer sechs voraus.
Bild: dpa
- Frederik Hackbarth
„Der Weg in die Zukunft“, lauten Leonardo DiCaprios prägnante Schlussworte in seinem oscarnominierten Film Aviator über Flugzeugpionier Howard Hughes. Auf welche Motorsportklasse könnte dieser Satz wohl besser zutreffen, als auf die Formel E, die erste rein elektrische Rennserie der Welt. Dass ausgerechnet DiCaprio (40) selbst, zehn Jahre nach seiner Rolle, nun jenen Zeilen mehr denn je Leben einhaucht, ist dabei eine amüsante Randnotiz. Der weltberühmte Schauspieler ist Schirmherr beim monegassischen Formel-E-Rennstall Venturi. Schon seit Jahren nutzt der stets um die Umwelt besorgte Hollywoodstar seine Popularität, um auf dem ganzen Globus das Thema Nachhaltigkeit zu bewerben.
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Spektakel an der Strandpromenade
Privat fährt DiCaprio selbst Elektroauto und als das Thema Elektromobilität vor einem halben Jahr in Form der Formel E auch auf den internationeln Rennpisten vom Stapel lief, ließ er sich nicht zweimal bitten. Einzig: Gesehen hat man den Weltstar noch bei keinem der bisherigen fünf Rennen. Am Samstag (4. April 2015) soll sich das nun ändern. Denn dann gastiert die Formel E, drei Wochen nach ihrem ersten US-Auftritt in Miami, zum zweiten Gastspiel in den Staaten. Austragungsort des sechsten von insgesamt elf Rennen in dieser Saison ist Long Beach, vor den Toren von Los Angeles. Gerade einmal 30 Kilometer südlich der Hollywood Hills liegt die 2,131 Kilometer lange Strecke am Pazifikstrand.

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Bild: Schaeffler
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Glamour-Faktor an der Boxenmauer
Der Schauspieler ist viel beschäftigt. „Aber es ist bekannt, dass er eine Menge ökologischer Projekte unterstützt“, so Heidfeld. „DiCaprio will die Natur nachhaltig schützen. Da hat dieses Engagement für ihn natürlich Sinn gemacht. Und für die Serie ist das aus Marketingsicht mindestens genauso gut!“ Selbst kennengelernt haben Heidfeld und DiCaprio sich zwar noch nicht – spätestens am Samstag in Long Beach wird das aber passieren. Vom hohen Besuch ist man sogar bei der Konkurrenz begeistert. Hans-Jürgen Abt (52), Gründer und Teamchef beim einzigen deutschen Formel- E-Team Audi Sport Abt: „Jetzt kommt der Glamour-Faktor endlich mal an der Boxenmauer an!“

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Kokain-Skandal schockt die Formel E
Als ehemaliger Gouverneur des Sonnenstaats Kalifornien hat es auch Arnold Schwarzenegger (67) nicht weit zur Strecke und nach seinem Besuch zuletzt beim Auftaktrennen der Formel 1 in Melbourne, Podiumsinterviews mit den Siegern inklusive, ist der Kino-Held anscheinend auf den Geschmack von Benzin und Gummi gekommen. Für weniger positive Schlagzeilen, als die über ihre Gästeliste beim Promi-Rennen in Long Beach, sorgte die Formel E kürzlich jedoch auf ganz andere Art und Weise. Wo Filmstars sind, da gibt es natürlich auch Skandale – sollte man meinen. Doch für den letzten großen Aufreger hat die Rennserie keine prominente Unterstützung gebraucht.

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Abt will sofort nachlegen
An der Spitze der Gesamtwertung liegt unterdessen Montagnys französischer Landsmann Nicolas Prost (33). Mit nur sieben Zählern Rückstand sitzt ihm Lucas di Grassi (30) aus Brasilien auf Gesamtrang zwei im Nacken, gefolgt vom Briten Sam Bird (28). Di Grassis deutscher Teamkollege Daniel Abt reist derweil mit reichlich Rückenwind nach Long Beach: Zuletzt in Miami sorgte er mit Platz drei für den historischen ersten Podestplatz eines Deutschen in der Geschichte der Formel E. Abt will am liebsten gleich nachlegen. „Wir kommen mit großen Zielen nach Long Beach“, bestätigt der Allgäuer. „Ich hoffe, dass mit dem Podiumsplatz in Miami bei mir endlich der Knoten geplatzt ist und jetzt weitere gute Ergebnisse folgen.“

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