Formel E: Die große Vorschau
Zehn Antworten zur Strom-Serie

Am Samstag feiert die neue Elektrorennserie Formel E in Peking ihre Weltpremiere. AUTO BILD MOTORSPORT beantwortet vorab alle wichtigen Fragen.
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- Frederik Hackbarth
1. Wie funktionieren die Elektro-Flitzer?

E wie Elektro: Bei der neuen Formel E dreht sich alles um den Strom
2. Wie sieht der Ablauf eines Wochenendes aus?
Das Schlagwort der Formel E ist Effizienz – auch bei der Zeit. Ein Rennwochenende im ursprünglichen Sinne gibt es nicht mehr. Denn ein Formel-E-Event umfasst nur einen einzigen Tag. Gefahren wird immer samstags, von morgens bis abends. Für Fahrer und Fans heißt es daher früh aufstehen. Ab 08.15 Uhr finden über den Vormittag verteilt zwei freie Trainingssitzungen statt. Ab 12.00 Uhr steht für 55 Minuten das Qualifying an – unterteilt in vier Gruppen mit je fünf Fahrzeugen. Die Aufteilung wird zuvor ausgelost. Um 16.00 Uhr geht es schließlich eine Stunde lang im Rennen, offiziell ePrix genannt, um Punkte. Die Vergabe der Zähler erfolgt nach dem gleichen Schlüssel wie in der Formel 1.
3. Wer fährt mit?

Große Namen: Ayrton Sennas Neffe Bruno fährt für das Team Mahindra mit
4. Warum können die Fans den Fahrern helfen?
Dass die Formel E an allen Fronten neue Wege beschreiten möchte, zeigt sich beim Umgang mit den Zuschauern. Sie sollen ins Renngeschehen mit eingebunden werden! Eine absolute Neuheit im Rennsport, die zunächst verrückt klingen mag. Doch über Abstimmungen auf der offiziellen Internetseite der Formel E (www.fiaformulae.com) sowie auf Facebook und Twitter werden im Zeitraum zwischen den Rennen jeweils die drei beliebtesten Fahrer ermittelt. Diese erhalten im Zuge des Fan-Boost-Systems für jeweils fünf Sekunden Zusatz-PS zum Überholen im Rennen – in der Schlussphase eines ePrix dürfen diese allerdings nicht mehr eingesetzt werden.
5. Wie fahren sich die Formel-E-Autos?

Start frei für die Elektro-Flitzer: Mit der Formel E bricht einen neues Motorsport-Zeitalter an
6. Wie leise ist die neue Formel E?
Sehr leise! Steht man an der Strecke und lauscht einem Formel-E-Auto, so hört man es kaum kommen. Wenn es dann direkt vor einem ist, erinnert das Geräusch, das mehr mit einem hohen Pfeifton zu vergleichen ist, an einen fiependen Düsenjäger – mit Schalldämpfer, versteht sich. Schließlich bringt es die Formel E maximal auf 80 Dezibel. Das ist ungefähr so, wie wenn ein Straßenauto an einem vorbeifährt – ein Linienbus ist bereits viel lauter ...
7. Wo fährt die Formel E?
Der Rennkalender besteht aus zehn Events. Gefahren wird nur auf Stadtkursen. Nach dem Auftakt in Peking (CN, 13. 09.) geht es weiter nach Putrajaya (MAL, 22. 11.), Punta del Este (RDU, 13. 12.) und Buenos Aires (ARG, 10. 01. 2015). Nach zwei Rennen in den USA (Miami, 14. 03.; Long Beach, 04. 04.) gastieren die Elektro-Flitzer kurz vor der Formel 1 auch in Monaco (09. 05.). Einen deutschen Lauf gibt es ebenfalls: Am 30. Mai wird in Berlin der vorletzte ePrix gefahren. In London (GB, 27. 06.) ist das Finale.
8. Was ist das Besondere an den Reifen?

Gut zu erkennen: Michelin im Fokus. Die Franzosen sind Generalausrüster und beliefern alle Teams mit Reifen
9. Wer ist der Chef der neuen Serie?
Generalpromoter ist Alejandro Agag. Mit dem Formel-E-Projekt beauftragt wurde der Ex-GP2-Teambesitzer aber von FIA-Präsident Jean Todt, der sich im Sinne eines grüneren und umweltbewussteren Images für den Motorsport eine zeitgemäße und saubere Umsetzung der Verknüpfung zwischen den Themen Rennsport und Elektromobilität gewünscht hat.
10. Welche Hersteller engagieren sich?

Das Safety-Car: BMW liefert mit dem Plug-In-Hybridsportwagens i8 einen passenden Schrittmacher
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