Formel E: Die ersten Bilder vom "Gen2 Auto"

Formel E: Guide für 2018/19

Das ist neu in der Formel E

Technik, Rennformat, Qualifying, Fanboost - AUTO BILD MOTORSPORT gibt den Überblick: Das ist alles neu in der Formel-E-Saison 2018/2019.
Am Samstag (15.12.) beginnt ein neues Kapitel in der Formel E (13 Uhr auf Eurosport und im Livestream auf zdf.de). Die neuen Gen2-Autos sind nicht nur optisch eine Revolution. Auch unter der Haube ist alles neu. Nach wie vor dürfen die Hersteller nur den Antriebsstrang selbst konstruieren. 

TECHNIK

Der besteht aus dem E-Motor, dem Inverter (wandelt Gleichstrom aus der Batterie in Wechselstrom für den Motor um), dem Getriebe und der Steuereinheit. Theoretisch sind zwei E-Motoren und Schaltboxen mit mehreren Gängen erlaubt. Doch die meisten Hersteller (auch Audi) verwenden nur einen Motor und einen Gang.
Die Elektromaschine leistet im Qualifying max. 250 statt wie bisher 200 Kilowatt (340 statt 272 PS). 280 km/h Topspeed schafft der Formel-E-Renner (bisher 225 km/h). Von 0 auf 100 beschleunigt er bei optimalen Bedingungen in 2,8 Sekunden.

Einige technische Daten zur Formel E im Überblick

Die größte Neuerung betrifft die Batterie. Die kommt jetzt von McLaren statt von Williams. Die Kapazität steigt von 28 auf 52 Kilowattstunden. Damit ist es den Fahrern in der neuen Saison möglich, das Rennen mit nur einem Auto durchzufahren. Der Autotausch entfällt. Die Batterie wiegt stolze 385 Kilogramm, wodurch das Gesamtgewicht des Autos von 880 auf 900 Kilo steigt.
Weil auch die Energie, die beim Bremsen gewonnen wird, von 150 auf 200 Kilowatt steigt und das Rückdrehmoment des E-Motors für den Fahrer schwieriger zu kontrollieren ist, wird der Druck auf die hinteren Bremsscheiben über eine elektronische Kontrolleinheit automatisch geregelt. Man spricht von einem sogenannten Brake-by-Wire-System. Der Druck muss auf beide Scheiben gleich groß sein.
Das Chassis kommt wie bisher von Spark und ist für alle gleich. Neu sind die Flügelchen auf den verkleideten Hinterrädern, die zusammen mit dem Diffusor am Unterboden den Heckflügel ersetzen. Der Titan-Bügel Halo ist als Kopfschutz für den Fahrer integriert. Kosten eines Autos samt Motor: 817 300 Euro.

RENNFORMAT

Der Rennkalender: Hier fährt die Formel E dieses Jahr

Ab der kommenden Saison müssen die Fahrer während des Rennens nicht mehr das Fahrzeug wechseln, sie können die 45 Minuten plus eine Runde umfassende Distanz ohne Boxenstopp zurücklegen. Um aber ein strategisches Element zu integrieren, gibt es künftig den sogenannten Attack-Mode: In einer Aktivierungszone müssen Fahrer diesen Modus für eine vor dem Rennen festgelegte Dauer (zwischen vier und sechs Minuten) einschalten. Er erhöht die im Rennen auf 200 Kilowatt begrenzte Leistung auf 225 kW (306 statt 272 PS). Die streckenspezifischen Details zum Einsatz des Attack-Mode (wie oft, wie lang) werden erst eine Stunde vor Rennbeginn bekanntgegeben.

QUALIFYING

Das Zeittraining wird in vier Gruppen ausgetragen: In der ersten Gruppe fahren die Piloten, die in der Gesamtwertung auf den Rängen eins bis sechs liegen, in Gruppe zwei die von sieben bis elf, in Gruppe drei die von zwölf bis 16 und in Gruppe vier die von 17 bis 22. Die schnellsten sechs kommen in die Super-Pole (Einzelzeitfahren).

FANBOOST

Fans dürfen für ihren Lieblingsfahrer abstimmen. Die jetzt fünf (vorher drei) Piloten mit den meisten Stimmen dürfen im Attack-Mode die Leistung kurzfristig von 225 auf 250 kW (340 statt 306 PS) erhöhen. Das Voting auf der Formel-E-Homepage startet sechs Tage vor dem Rennstart.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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