Mitch Evans hat das zweite Formel-E-Rennen in Berlin gewonnen und damit seinen 16. Sieg in der Serie gefeiert. Der Jaguar-Pilot setzte dabei auf eine extreme Energiespar-Strategie und pflügte von Startplatz 17 durchs Feld.
In den Schlussrunden übernahm er die Führung und brachte den Sieg souverän ins Ziel. „Das Team hat gesagt, ich soll geduldig bleiben. Das hat sich ausgezahlt“, erklärte Evans danach.
Oliver Rowland rast mit seinem Nissan auf Rang zwei.
Bild: Joe Portlock/LAT Images
Hinter dem Neuseeländer landete Nissan-Star Oliver Rowland auf Rang zwei, nachdem auch er sich von weit hinten eindrucksvoll nach vorne gearbeitet hatte. Dritter wurde Porsche-Pilot Pascal Wehrlein – und genau das reicht: Der Deutsche übernimmt damit wieder die Führung in der Fahrer-WM.

Diskussion um Wehrlein-Manöver

Ganz zufrieden dürfte der Schwabe trotzdem nicht sein. Denn im Duell mit Rowland ging es hoch her. Onboard-Bilder deuten darauf hin, dass das entscheidende Überholmanöver unter Gelb erfolgt sein könnte. Wehrlein kommentierte knapp: „Es war ziemlich klar.“ Die Rennleitung griff dennoch nicht ein.
Pascal Wehrlein feiert mit seiner Tochter auf dem Podium.
Bild: Simon Galloway/LAT Images
Für Wehrleins Teamkollege Nico Müller endet das Berlin-Wochenende enttäuschend. Der Samstags-Sieger verpasst nach einer Kollision in der Schlussphase die Top Ten und wird nur 13.

Energiesparen entscheidet Rennen

Das Rennen selbst wurde zur klassischen Formel-E-Strategieschlacht: Extremes Sparen, ständige Positionswechsel und enge Duelle prägten das Bild. Am Ende setzte sich Evans mit der cleversten Taktik durch.