Formel E: Renault E.Dams

Formel E: Renault E.Dams

Der Pluspol der Formel E

Mehr als doppelt so viel Siege wie der zweiterfolgreichste Rennstall: Renault dominiert die Formel E. Der Drahtzieher dahinter: Ex-Formel-1-Weltmeister Alain Prost.
Als viermaliger Formel-1-Weltmeister, könnte man meinen, braucht er der Welt nichts mehr zu beweisen. Doch die Erleichterung, der Stolz und die Genugtuung sind ihm anzumerken: Endlich hat Alain Prost (62) auch als Teamchef Erfolg. In der Formel 1 kaufte er vor exakt 20 Jahren das Ligier-Team und verwandelte es in seinen eigenen Prost-Rennstall. Vier Jahre danach war das Team pleite. „Dabei ist es viel schwieriger, ein Formel-E-Team zu managen“, erzählt die Rennlegende AUTO BILD MOTORSPORT.
Prost: „In der Formel 1 ist alles relativ stabil und vorhersehbar. In der Formel E nicht. Du weißt nicht, wohin die Reise geht, musst nicht nur die kurz- und mittelfristige Entwicklung im Auge haben, sondern auch die langfristige. In der Formel 1 sind Teams und Budgets dafür größer.“

Teamchef von Renault: der viermalige Formel-1-Weltmeister Alain Prost

Renault dominiert die Formel E, hat mehr als doppelt so viele Siege wie der zweiterfolgreichste Hersteller Audi. Prost: „Der Schlüssel ist die Erfahrung, die Renault, das Einsatzteam DAMS, aber auch ich mitbringen.“ Renault ist seit der Geburtsstunde der Formel E dabei, war in der ersten Saison sogar Einheitsmotorlieferant. Als die Motorenentwicklung für andere Hersteller freigegeben wurde, hatte Renault das beste Konzept: ein Motor, zwei Gänge. Die meisten Hersteller sind inzwischen auf diesen Zug aufgesprungen, andere erwägen das ab der nächsten Saison. Prost: „Wir haben außerdem Fahrer, die gut zusammenarbeiten. Wir setzen auf Konstanz und Stabilität, das hilft ungemein.“ Der amtierende Meister und Ex-Formel-1-Pilot Sébastien Buemi (28) gewann in dieser Saison fünf von sechs Rennen, Prosts Sohn Nicolas Prost (35) siegte insgesamt  drei Mal.
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Alain Prost war der Fahrer der 80er-Jahre, als in der Formel 1 bis zu 1500 PS starke Monster-Motoren zum Einsatz kamen. In der Formel E sind die Triebwerke mit 270 PS nicht nur deutlich schwächer, sie sind auch leise. „Aber wer Lärm will, der soll sich andere Rennserien anschauen“, sagt Prost. Er lebt nicht in der Vergangenheit, sondern in der Zukunft. „Wir sind auch für 2018 und 2019 bestens aufgestellt“, sagt er.
Am Wochenende ist es soweit. Dann startet der ePrix in Deutschland. Erstmals gibt es auch eine eigene Tribüne von AUTO BILD MOTORSPORT. Tickets dafür sind unter  https://www.ticketmaster.de/event/formel-e-berlin-eprix-7-rennen-tickets/222013 (Code: Bild) erhältlich. Das Interessante: Es gibt zwei Karten zum Preis von einem! Statt fast 50 Euro zahlen Sie zu zweit nur 24,50 Euro.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller / Picture-Alliance

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