Formel E: Renault e.dams exklusiv
Prost & Buemi greifen den Titel an

Im erstan Jahr wurde Renault e.dams Team-Champion der Formel E. In Saison zwei peilen Sébastien Buemi und Nicolas Prost nun auch den Fahrertitel an.
Bild: Frederik Hackbarth
- Frederik Hackbarth
Sébastien Buemi im Interview
Herr Buemi, letzte Saison sind sie Vize-Champion geworden. Am Ende fehlte ihnen nur ein Punkt zur Meisterschaft. Sehen Sie sich nach den Testeindrücken nun erneut im Titelrennen?
Sébastien Buemi: Wir sind auf jeden Fall vorne dabei, aber das ABT-Team ist ebenfalls sehr stark. Dragon war auch nicht schlecht, genauso wie Virgin und Mahindra. Die sind auch nicht weit weg. Ich bin aber zuversichtlich, dass es jetzt beim Auftakt in Peking gut läuft - wenngleich wir weiterhin viel Zeit aufwenden und eng mit Renault zusammenarbeiten müssen, denn unser Motor-Mapping ist noch nicht ideal.
Worin liegt das Problem?

Renault ist nach einer Saison als Sponsor und Berater nun auch in der technischen Verantwortung im Team
Sie haben die Zusammenarbeit mit Renault erwähnt. Was hat sich da im Vergleich zum Vorjahr verändert?
Renault war auch schon vor einem Jahr bei unserem Team dabei, aber da durfte man ja noch nichts machen (weil die Antriebsentwicklung erst ab dieser Saison freigegeben ist; d. Red.). Sie haben nun viel Geld und Energie investiert und man sieht wirklich, dass das Auto deutlich mehr Potenzial hat. Kurzum: Wir haben alle Teile verbessert, die man verbessern darf.
Die Teams haben beim Antrieb zum Teil ja auch auf ganz unterschiedliche Konzepte gesetzt. Worauf musste man dabei achten?

Sébastien Buemi verpasste den Meistertitel im ersten Jahr nur um einen Punkt - jetzt greift er wieder an
Was kann das Team machen, wenn das Konzept floppt?
Nichts! Veränderungen sind nur bei mechanischen Problemen erlaubt. Aber das ganze Grundkonzept zu wechseln wäre erst wieder in Saison Nummer drei möglich - also in einem Jahr.
Nicolas Prost im Interview
Wie lief aus ihrer Sicht die Saisonvorbereitung, Herr Prost?

Reges Treiben in der Box bei den Testfahrten: Die Mechaniker von Renault hatten in der Pause viel zu tun
Renault hilft bei der Technik, aber geführt wird das Team ja von der DAMS-Truppe...
Genau, aber dieses Zusammenspiel funktioniert wunderbar. Die Jungs von DAMS machen einen tollen Job mit dem Auto und dem Set-Up, Renault macht einen tollen Job mit dem Motor. Es ist ein bisschen wie früher in der Formel 1 mit Williams-Renault.
Birgt zu viel technische Innovation auf einmal nicht auch die Gefahr, im Konkurrenzkampf zurückzufallen?

Nicolas Prost ist der Sohn von Alain Prost: Der Franzose wurde in der Formel 1 viermal Weltmeister
Mit dem Lauf in Paris, wo die Formel E diese Saison erstmals fahren wird, haben Sie persönlich ein Heimrennen erhalten. Freuen Sie sich schon darauf?
Oh ja, denn Paris ist fantastisch! Das wird eine große Sache und ist auch wichtig für Frankreich. Es ist ein großes Land für den Motorsport und wir haben kein Formel-1-Rennen mehr. Aber nun ist die Formel E auch wichtig für Renault, die sich bei uns hier auf der technologischen Seite wirklich sehr stark engagieren.
Die Formel-E-Saison beginnt am Samstag (24.10.) in Peking. Lesen Sie im letzten Teil unseres großen Specials zum Saisonstart bei AUTO BILD MOTORSPORT, warum der amtierende Meister Nelson Piquet Jr. nicht an eine Titelverteidigung im zweiten Jahr glaubt.
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