Der Run auf die Formel E geht weiter. In Anschluss an den Marrakesch ePrix haben 22 Neulinge den 350 PS starken Elektro-Rennwagen testen dürfen. Darunter: DTM-Doppel-Champion Marco Wittmann, frühere Formel-1-Piloten Sergey Sirotkin und Felipe Nasr und aktuelle DTM-Stars wie Jamie Green und Bruno Spengler.
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Anfangs wurde die Formel E von vielen belächelt, jetzt steigen immer mehr Stars ein. Unter den aktuellen 22 Piloten sind neun Ex-Formel-1-Fahrer, darunter Michael Schumachers früherer Teamkollege Felipe Massa.
Formel E
Maximilian Günther ist 2019 neu in der Formel E
Sein Landsmann Lucas di Grassi (Audi Sport Abt Schaeffler) sagt in SPORT BILD: „In der Formel E hat fast jeder die Chance, mal ein Rennen zu gewinnen. Ich fahre lieber hier um den Sieg als in einem Mittelfeldteam in der Formel 1 hoffnungslos hinterher.“
Maximilian Günther aus Oberstdorf in Bayern ist seit dieser Saison für das Dragon-Team neu dabei. Er ergänzt: „Ich habe seit zwei Jahren die Superlizenz-Punkte für die Formel 1. Aber wir wissen, dass das nicht die einzige Voraussetzung ist, um ein Cockpit zu bekommen. Du brauchst auch Geld. In der Formel E dagegen wirst du für deinen Job noch bezahlt.“
Keiner der 22 Fahrer muss Geld mitbringen – anders als in der Formel 1. Dort hat 2018 Papa Stroll zum Beispiel das ganze Force-India-Team gekauft, damit Lance Stroll ein Cockpit fix hat. In der Formel E verdienen Fahrer bis zu zwei Millionen Euro im Jahr – mehr als in der DTM oder der Sportwagen-WM.
Es gibt aber auch einen leidenschaftlichen Grund. „Mein Ziel ist mittelfristig natürlich wieder die Formel 1. Aber generell will ich im Formelsport bleiben. Da ist die Formel E mit all den Herstellern neben der Formel 1 die attraktivste Serie. Formelautos haben einfach ihren eigenen Reiz: Ich mag es in offenen Cockpits zu sitzen, leichte Rennwagen zu fahren“, erklärt Neuling Pascal Wehrlein (Mahindra).