Rund 1,5 Milliarden Kinder sind weltweit von Schulausfällen aufgrund des Coronavirus betroffen. Nicht überall klappt das Homeschooling so gut wie in Deutschland. Nicht überall können die Eltern ihre Jobs behalten, obwohl sie zuhause auf die Kinder aufpassen müssen.
Die Formel E will deshalb gemeinsam mit den Teams, Partnern, Herstellern und Sponsoren das Kinderhilfswerk UNICEF unterstützen. Dabei soll nicht nur die Gesundheit der Kinder geschützt, sondern auch nachhaltig Zugang zu Bildung gewährleistet werden.
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Der erste Schritt ist eine direkte Spende. Als nächstes sollen aber weitere Fundraising-Projekte für das Programm gestartet werden.
Formel-E-CEO Jamie Reigle zu AUTO BILD MOTORSPORT: „Die Formel E wurde gegründet, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen und darauf, dass Elektroautos ein Teil der Lösung sein können. Wir wollen die Zukunft des Planeten sichern – und haben damit eine ähnliche Mission wie UNICEF. Daher sind wir sehr froh über diese Partnerschaft.“
Elektro-Formel will Berlin nicht absagen
Formel-E-CEO Jamie Reigle (links)
Sportlich leidet auch die Formel E unter der Coronakrise: Abgesagte Rennen, fehlende Einnahmen, wirtschaftliche Krisen. Das nächste Rennen soll eigentlich am 21. Juni in Berlin abgehalten werden. „Wir können dazu noch nichts Offizielles sagen“, erklärt Reigle gegenüber AUTO BILD MOTORSPORT. „Aber wir hoffen natürlich, dass das Event stattfindet. Wenn nicht zum geplanten Zeitpunkt, dann eben später im Jahr. Unsere Teams kommen aus unterschiedlichen Ländern und müssen da ja auch erst mal hinkommen.“
Wegen der Krise könnte die Formel E sich jetzt sogar zu einem Paradigmenwechsel hinreißen lassen: Rennen nicht in den Städten, sondern auf richtigen Rennstrecken. Reigle: „Hätte man mich vor zwei Monaten danach gefragt, hätte ich gesagt, dass das nicht unserer Philosophie entspricht. Aber unter den gegebenen Umständen prüfen wir alle Optionen. Und das könnte ein Plan B sein, weil es sicherer wäre und hinter verschlossenen Türen stattfinden könnte.“
Um die Teams zu entlasten, hat die Formel E Maßnahmen beschlossen, um die Kosten zu reduzieren: Das neue Gen-2-Evo-Auto wird nicht schon kommende Saison eingeführt, sondern erst im Jahr danach. Und die Hersteller dürfen in den nächsten zwei Jahren nur noch einen Motor homologieren lassen – egal ob in der kommenden oder erst in der übernächsten Saison.
Ob das reicht? Reigle hofft, dass es zu keiner Ausstiegswelle kommt. „Ich glaube, dass die Formel E als Plattform für die Hersteller wichtig ist. Immer mehr steigen auf E-Autos um und in der Formel E können sie dafür Marketing betreiben. Aber wir schauen uns die Situation immer wieder an und werden reagieren, wenn wir das für nötig halten, um die Teams zu schützen.“

Von

Michael Zeitler