Forster Livin' Up V 599 VBL im Fahrbericht
Ein Forster für Entdecker
Einfach und ehrlich tritt die Van-Baureihe von Forster auf. Als Sondermodell bietet der Livin' Up nicht allein für Einsteiger eine Menge.
Bild: AUTO BILD
Kennen Sie Forster? Wer jetzt Ja sagt, darf als humanistisch ordentlich gebildet gelten. Oder er kennt die Caravaning-Branche, vielleicht ja auch beides.
Denn vor mittlerweile zehn Jahren gründete die deutsche Division des französischen Caravaning-Giganten Trigano die Marke Forster, ein synthetisches Konstrukt, das den Namen eines faszinierenden Mannes tragen darf: Johann Georg Adam Forster (1754 bis 1794), ein Universalgenie der Aufklärung, Forscher, Kosmopolit, Literat und demokratischer Revolutionär. Dieser Forster wäre ein spannendes Thema für sich.
Die anderen Forster rollen auf vier Rädern. Mit ihren betont unverschnörkelten, preisgünstigen Modellen deckt die Marke als Vollsortimenter längst alle Formate ab. Somit sind auch Vans dabei – besonders interessant darunter die aktuell lieferbare Sonderedition Livin' Up.

Das Layout des Livin' Up wirkt überzeugend geräumig und luftig.
Bild: Cindy Albrecht
Das ist der Forster
Kein Ducato, sondern ein Jumper. Ein Citroën statt eines Fiat also, was jedoch nicht sonderlich viel ändert: Beide rollen aus dem Werk Sevel in Süditalien, und beide unterscheiden sich nur in technischen Details. Diese Finessen dürften jedoch für die wenigsten Käufer eine entscheidende Rolle spielen.
Direkt neben der gigantischen Stellantis-Produktion betreibt Trigano ein Werk für den Kastenwagenausbau: Hier entstehen die Forster-Modelle, unter vielen anderen, die andere Namen tragen. Profundes Wissen und Routine, die es für große Stückzahlen braucht, sind also vorhanden.
Die Forster Livin' Up-Sonderedition rollt inzwischen in vier Varianten von den Bändern: Drei messen sechs Meter in der Länge, eine kommt auf 6,36 Meter.

Sowohl das untere wie auch das obere Bett lassen sich leicht herausnehmen – so entsteht Stauraum.
Bild: Cindy Albrecht
Das hat der Livin' Up V 599 VBL
Als V 599 VBL tritt der Livin' Up zum attraktiven Grundpreis von 49 490 Euro mit allem an, was es zum gepflegten Übernachten in einem Van braucht – sogar zu viert, denn er bietet im Heck gleich zwei Doppelbetten übereinander. Praktisch: Wer das zweite gerade nicht nutzen will, kann es einfach herausnehmen. So schafft er eine Menge Stauraum.
Auch sonst bietet der Forster-Van alles, was es braucht. Im kompakten Bad gibt’s neben der Dusche auch ein Fenster, und was zudem sinnvoll und hilfreich ist, steckt im Paket Travel Line (1590 Euro). Dann sind unter anderem eine elektrische Stufe, eine Fliegengittertür, eine Tischverbreiterung sowie Plissees im Cockpit an Bord.
So fährt der Forster
Das Travel-Line-Paket ergibt auch am Steuer Sinn. Mit ihm kommen Captain Chairs, ein größerer Tank mit 75 Litern – und das 35-L-Chassis. Agil unterwegs ist der Livin' Up auch: 140 PS sind Serie. Zwei Airbags und Fahrerhausklima zählen ebenfalls zum Standard, zudem assistieren Cruise Control und Traction Plus.

Optisch uneitel tritt der Forster auf. Die Alus sind Teil des Pakets.
Bild: Cindy Albrecht
Klingt gut, oder? Nun, ein kleines Manko bleibt: Wer Lust auf mehr hat, geht leer aus. Weitere Assistenzsysteme, ein 180-PS-Motor oder gar Automatik sind bei Forster für den Livin' Up nicht bestellbar.
Technische Daten und Preis: Forster Livin' Up V 599 VBL
- Motorisierung Citroën BlueHDi 140 Stop&Start
- Leistung 103 kW (140 PS) bei 3750/min
- Höchstgeschwindigkeit 130 km/h
- Getriebe/Antrieb Sechsgang/Vorderrad
- Länge/Breite/Höhe 5990/2050/2650 mm
- Leergew. fahrbereit/Zuladung 2880/420 kg
- Grundpreis ab 49.490 Euro
- Testwagenpreis 52.750 Euro
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