Forza Horizon 6: Neues Rennspiel im Test
Wie gut ist Forza Horizon 6? Die ersten Runden im neuen Teil

Heute ist Forza Horizon 6 für PC und Xbox auf den Markt gekommen. AUTO BILD hat die ersten Runden im virtuellen Japan gedreht, ein Rennspiel-Test.
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Heute ist Forza Horizon 6 erschienen! Die große Frage lautet: Reicht das neue Japan-Setting für den nächsten großen Wurf? Die Antwort fällt größtenteils positiv aus. Denn Playground Games liefert erneut eines der besten Open-World-Rennspiele überhaupt ab, geht spielerisch aber kaum neue Wege.
Der größte Star des Spiels ist ohne Zweifel die neue Map. Nach Mexiko verschlägt es die Horizon-Serie diesmal nach Japan – mit Neon-Lichtern in Tokio, engen Touge-Passstraßen, Kirschblüten, Reisfeldern und dem Mount Fuji im Hintergrund. Optisch gehört Forza Horizon 6 damit zu den schönsten Rennspielen aller Zeiten. Besonders die Beleuchtung und die wechselnden Jahreszeiten sorgen für beeindruckende Momente.

Wilde Schneerennen in Ski-Alpin-Manier sind ebenfalls Teil von Forza Horizon 6
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Spielerisch bleibt dagegen vieles vertraut. Wieder rast man durch eine riesige offene Welt, sammelt hunderte Autos, schaltet Rennen frei und wird praktisch im Sekundentakt mit Belohnungen überschüttet. Das Fahrgefühl bleibt dabei eine der größten Stärken der Serie: präzise, schnell zugänglich und trotzdem anspruchsvoll genug für Tuning-Fans.
Die Fahrzeugwahl bleibt mit über 550 Autos abwechslungsreich: vom Mercedes-AMG One, über Klassiker wie dem Audi Sport quattro S1 bis hin zu japanischen Modellen wie dem Toyota GR86.
Neu ist unter anderem der Touge-Modus, enge Eins-gegen-eins-Duelle auf kurvigen Bergstraßen im Stil von "Initial D“ oder "Tokyo Drift“. Dazu kommen neue Möglichkeiten, Garagen und sogar ganze Grundstücke individuell zu gestalten.
Forza Horizon 6 bietet gutes Gesamtpaket
Die größte Kritik bleibt allerdings die KI. Wie schon in Forza Horizon 5 schwankt die Schwierigkeit extrem. Manche Rennen gewinnt man problemlos, in anderen wirken die Gegner plötzlich deutlich zu stark.
Trotzdem bleibt das Gesamtpaket enorm stark. Wer bereits mit den Vorgängern Spaß hatte, wird auch in Forza Horizon 6 wieder dutzende Stunden verlieren und auf abwechslungsreiche Fahrzeuge und Rennen treffen. Wer dagegen auf eine echte Revolution gehofft hatte, könnte enttäuscht werden.

Oder doch lieber Staubwolken hinterlassen? Forza Horizon 6 bietet landschaftlich viel Abwechslung
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Vor allem technisch liefert das Spiel ab. Auf leistungsstarken PCs läuft Forza Horizon 6 selbst in 4K mit hohen Bildraten flüssig. Vor allem auf einem Ultrawide-Screen ist der neue Rennspieltitel eine Augenweide.
Auch auf dem Steam Deck ist das Rennspiel grundsätzlich spielbar, wenn auch mit grafischen Abstrichen.
Unterm Strich gilt: Forza Horizon 6 erfindet die Serie nicht neu, muss es bei der Beliebtheit der Reihe und der Vielfalt an Aufgaben und Autos auch nicht. Wenn Stillstand so gut aussieht und so viel Spaß macht, dürfte das vielen Fans ziemlich egal sein.
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