Fahrbericht Frankia MT 7 GD Neo

Frankia MT 7 GD Neo auf Sprinter-Basis: Fahrbericht

Dieses Sprinter-Wohnmobil überzeugt mit cleveren Details!

Neo heißt neu – und das ist der MT 7 GD Neo auch. Frankia gönnt dem Sprinter-Wohnmobil einen rundum knackigen Auftritt. Der Fahrbericht!
Beim ersten Date achtet man ja zuallererst auf Äußerlichkeiten – und guckt, ob es da schon mal passt. Und wie es passt! Frankia hat uns den neuen Neo geschickt, der schon auf den ersten Blick mit seinem frischen Auftritt überrascht. Der Sprinter-Triebkopf in dunklem "Tenoritgrau" bildet dabei einen selbstbewussten Kontrast zum Weiß des Aufbaus. Den hat Frankia betont dynamisch gehalten, schlank dazu. Alles soll modern und leicht wirken.
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Mehr Schein als Sein? Nein. Die Franken haben viel dafür getan, das Leergewicht unter drei Tonnen zu drücken – mit Erfolg. Als Basis dient der Sprinter-Kopf mit Frontantrieb, den Frankia mit einem derzeit noch exklusiven Tiefrahmen-Chassis von ALKO kombiniert, das unter anderem optimierte Möglichkeiten für die Montage verschiedener Komponenten bietet.

Das Fahrwerk überzeugt auf ganzer Linie

Mit dem neuen Neo zeigt Frankia klare Linien. Das frische Konzept macht Eindruck.

In Verbindung mit dem agilen Mercedes bietet der Neo ein ziemlich souveränes Fahrerlebnis. Das steigert sich noch, wenn das Basisfahrzeug (74.900 Euro) von der Neunstufen-Wandlerautomatik profitiert (plus 2590 Euro), wie es bei unserem Testwagen der Fall ist. Sein Fahrwerk, dessen Abrollkomfort dem eines Personenwagens kaum nachsteht, kombiniert der Sprinter so mit einem beeindruckend anstrengungslosen Fahren. Es ist keine überbordende Leistung, sondern vielmehr die Ausgewogenheit, die überzeugt. Dazu kommt, oft bereits gelobt, ein serienmäßiger Seitenwindassistent, der sich durch eine ganze Reihe weiterer Aufpasser ergänzen lässt. Frankia liefert sie im Paket mit vielen weiteren Extras, zum Beispiel einer halbautomatischen Klimaanlage, Tempomat und 16-Zoll-Leichtmetallrädern für einen Aufpreis von adäquaten 4390 Euro. Das viel gerühmte MBUX-Multimediasystem addiert dagegen allein gewaltige 2390 Euro auf die Rechnung – und man muss es mögen. Auf den Befehl "Hey Mercedes, stell das Radio aus" fragt die säuselnde Stimme nur freundlich, welchen Sender MBUX nun suchen soll. Da ist noch Luft nach oben.

Technische Daten
Motorisierung 414 CDI, Euro 6 BlueTec
Leistung 105 kW (143 PS) bei 3800/min
Hubraum 2143 ccm
Drehmoment 330 Nm bei 1200 bis 2400/min
Höchstgeschwindigkeit 130 km/h
Getriebe/Antrieb 9G-Tronic/Vorderrad
Tankinhalt/Kraftstoffsorte 65 l/Diesel
Länge/Breite/Höhe 6980/2240/2900 mm
Radstand/Bereifung 3800 mm/225/75 R 16 C
Leergewicht fahrbereit/Zuladung 2976/524 kg
Anhängelast (gebremst/ungebremst) 2000/750 kg
Material Wand/Dach/Boden Alu/GFK/Alu
Liegefläche Heck L x B 1960 x 2100 mm
Kühlschrank/inkl. Eisfach 69 l
Herd 2 Flammen
Bordbatterie 12 V/80 Ah
Frisch-/Abwassertank 120/100 l
Gasvorrat/Heizung 2x 11 kg/Truma Combi 6
Testverbrauch 11,5 Liter D/100 km
Grundpreis 74.900 Euro
Testwagenpreis 92.084 Euro

HInten wirkt der Neo fast wie ein Liner

Das smarte Bad mit den Schiebe-Elementen überzeugt.

Doch der MT 7 GD Neo, wie dieser Frankia etwas kryptisch heißt, punktet mit wichtigeren Aspekten. Wer genau hinguckt, stellt fest, dass die Außenwand nicht aus GFK, sondern aus Aluminium besteht. Das spart erheblich Gewicht. Dabei wirkt der Neo von hinten beinahe wie ein Liner: Ein kantiges Heck prägt ihn, samt den heute so beliebten Lauflichtblinkern und einer überaus praktischen, weil riesigen Heckklappe. Mit ihr fällt der Zugang zur Garage überaus leicht. Wem die gut 500 Kilogramm Standardzuladung nicht genügen, der kann bei Frankia auch eine 4,5-Tonnen-Ausgabe des Neo ordern. Ein Auto für zwei bleibt er dennoch. Für ein reisendes Paar bietet der Frankia im Inneren eine Menge Raum. Bewusst versperrt kein Möbelstück den Blick nach hinten, zudem bieten zwei Meter Stehhöhe auch großen Menschen Kopffreiheit.

Viele praktische Details

Überzeugen kann die helle, dennoch nicht kühl wirkende Atmosphäre: Frankia ist hier eine leichte Moderne geglückt, die angenehm wohnlich wirkt. Während einiges eng und kompakt ausfällt, der nur 69 Liter fassende Kühlschrank zum Beispiel oder die schmale Bank, die nur einer Person kommodes Sitzen ermöglicht, überraschen andere Details positiv. Dazu zählt das clevere Bad. Es hat eine Raumlösung integriert: Sowohl Banktoilette als auch Waschbecken lassen sich in die Rückwand schieben. Das Ergebnis ist eine Dusche von 75 mal 90 Zentimetern Größe – beinahe wie daheim. Und in der Küche gibt es dank cleverer Stecklösungen ausreichend Arbeitsfläche. Doch das ist nur der optische Teil des Wohlfühlklimas an Bord. Was rundweg überzeugt, ist der Eindruck hochwertiger Materialien und Verarbeitung. Frankia fordert für den Neo in Testwagenausstattung zwar über 92.000 Euro, bietet dafür aber auch jede Menge erfahrbaren Wert.

Fahrbericht Frankia MT 7 GD Neo

Fazit: Es sind viele Details, die den Neo clever machen. Der beheizte Doppelboden, die toll zugängliche Garage, das smarte Bad mit den Schiebe-Elementen – all das überzeugt. Aber das ist nicht alles. Uns gefällt das stimmige, hochwertige Gesamtkonzept. AUTO BILD REISEMOBIL-Urteil: 4,5 von fünf Sternen
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