Führerschein ist nicht gleich Führerschein – vor allem nicht beim finanziellen Aufwand. Große Unterschiede bei den Kosten für die Fahrausbildung innerhalb der EU hat die europäische Fahrlehrer-Assoziation e.V. (EFA) festgestellt. Am oberen Ende der Skala rangiert Norwegen, wo die Fahrlizenz ihren Besitzer summa summarum rund 3000 Euro kostet. Auch in den Niederlanden, in Island (je 1800 Euro) und in Schweden (1600 Euro) ist die Ausbildung für Fahranfänger teurer als in Deutschland, wo die EFA einen durchschnittlichen Preis von rund 1500 Euro notiert.

Führerscheine zu kaufen

Am billigsten ist der Lappen laut EFA in den EU-Beitrittsländern Tschechien (300 Euro) und Bulgarien, wo mit 100 Euro nur ein Bruchteil der Kosten im hohen Norden anfallen. Grund: qualitative Unterschiede bei den Prüfungsvorgaben. "Das schlägt sich in den betroffenen Ländern leider auch in katastrophalen Unfallstatistiken nieder", so EFA-Präsident Gerhard von Bressensdorf. In Ländern mit ausgeprägter Korruption würden Führerscheine auch einfach verkauft.