Gaming: Die Vor- und Nachteile der besten Lenkräder

Gaming: PC-Lenkräder im Test

Drei PC-Lenkräder im Vergleich

AUTO BILD MOTORSPORT hat die Geräte der besten Gaming-Lenkradmarken getestet. Wer macht das Rennen – Thrustmaster, Logitech oder Fanatec?
Ein Rennspiel ohne PC-Lenkrad macht nur halb so viel Spaß. Für ein authentischeres Fahrgefühl brauchen Spieler ein gutes Gaming-Lenkrad. AUTO BILD MOTORSPORT hat sich die besten Lenkräder der Marken Logitech (G29 - PS4, PC), Thrustmaster (T-GT, PS4, PC) und Fanatec (Porsche - PC, Xbox One) genauer angeschaut.
Qualität: Das Logitech G29 hat einen hohen Plastikanteil – aber auch einen Lederkranz ums Lenkrad. Auch Fanatecs Porsche-Gerät weist eine Lederummantelung auf und besteht im Wesentlichen aus Metall und Carbon. Thrustmaster bietet einen Mix aus beidem; viele Teile wurden aus Metall gefertigt. Aber auch der Plastikanteil ist hoch.

Gaming: Die Vor- und Nachteile der besten Lenkräder

Fahrgefühl: Das beste Fahrzeug-Feedback bekommt der Spieler vom Fanatec Porsche. Am Lenkrad muss kräftig gearbeitet werden. Aber auch das Thrustmaster-Gadget trumpft stark auf. Curbs und Bodenwellen sind deutlich und präzise zu spüren. Logitech dagegen simuliert die Fahrten über Unebenheiten nur sehr schwammig.  

Im schicken Porsche-Look: Fanatec bietet schicke Lenkrad-Aufsätze

Komfort: In dieser Kategorie befinden sich die drei Marken auf Augenhöhe. Alle Lenkräder liegen durch die bequeme Lederummantelung auch nach mehreren Spielstunden noch angenehm in der Hand. Aber: Einen kleinen Vorteil hat das Logitech-Lenkrad: Die Tasten am G29 lassen sich während des Fahrens am besten erreichen.  
Pedalerie: Von der Qualität und den Einstellmöglichkeiten her sind die Clubsport-Pedale von Fanatec das Maß der Dinge. Aber auch die Pedalerie von Thrustmaster überzeugt, denn auch hier lassen sich die Druckpunkte einstellen. Logitech kann da nicht mithalten: Die Pedalwege sind zu kurz, und der Widerstand ist zu lasch.  
Zubehör: Für das Fanatec-Gerät können die Spieler verschiedene Lenkradaufsätze (im Formel 1- oder BMW-Stil), eine H-Schaltung sowie eine Handbremse nachrüsten. Ein ähnliches, aber preislich günstigeres Angebot macht Thrustmaster. Logitech hingegen bietet den Spielern lediglich eine separate H-Schaltung an. 
Fazit: Sieger in der Preis-Leistungs-Klasse ist das T-GT. Für 800 Euro erhält der Spieler ein hochwertiges, spaßbringendes Lenkrad. Das Nonplusultra-Gerät ist das Fanatec Porsche (1299 Euro). In Sachen Fahrgefühl und Verarbeitung ist es einsame Spitze. Logitech spielt in einer anderen Liga; für nur 249 Euro bieten sie ein solides Lenkrad.
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Was ist beim Kauf von Gaming-Lenkrädern zu beachten?

Wie schon an den Test-Geräten ersichtlich wird, gibt es die PC-Lenkräder in sehr unterschiedlichen Preisklassen. Käufer sollten sich deswegen vor allem darüber klar werden, welche Ansprüche sie an das Produkt stellen. Wer viel Wert auf ein möglichst realistisches Feedback legt, muss das Budget höher anlegen. Günstige Modelle verfügen meist nur über ein Vibrations-Feedback. Ähnliches gilt für die Verarbeitungsqualität: Preiswerte Modelle sind oft aus Plastik, während höherpreisige Produkte aus Metall oder Carbon gefertigt und mit Leder bezogen sind. Wer Bodenwellen und Widerstand deutlich spüren will und zudem Wert auf gute Verarbeitungsqualität legt, muss mindestens 700 Euro auf den Tisch legen. Auch der Lenkeinschlag ist ein wichtiges Kriterium in Sachen Realitätsnähe: Einsteiger-Modelle haben in der Regel einen Lenkeinschlag von 180 Grad, während hochwertige Modelle mit 1080 Grad (drei Umdrehungen) gleiche Voraussetzungen wie ein "echtes" Lenkrad bieten. Weiterhin stellt sich die Frage nach der Kompatibilität: soll das Lenkrad am PC oder einer bestimmten Konsole genutzt werden? Außerdem gilt die Befestigung zu klären: bei manchen Modellen muss Zubehör z.B. für eine Befestigung am Schreibtisch dazu gekauft werden. Einige Lenkräder lassen sich außerdem z.B. mit einem Schalthebel ("Shifter") erweitern. Auch Wheel Stand und Pedalerie können das Fahrerlebnis noch verbessern.

Autor: Alexander Warneke

Fotos: Hersteller

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Rennspiel

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