"Das Auto, mit dem Ihre Frau zum Einkaufen fährt, ist auch Ihr Hotelzimmer, mit dem Sie nach dem Surfen zur Oper fahren können." So vollmundig bewarb Jachtbauer Dehler aus Meschede im Sauerland einst seine Wohnmobile – echte Luxusbullis für Perfektionisten, fein im Detail und heftig teuer. Heute gibt es sie zum Preis eines Korea-Kleinwagens, allerdings ist es auch 16 Jahre her, dass Willi Dehler seine letzten Wohnmobile baute. Wie riskant ist es, sich heute so ein Edel-Schnäppchen anzuschaffen? Die frühen Dehler auf VW-T3-Basis sind längst teure Sammlerstücke. Wenig Grundfläche und viel Nutzwert, diesen Gedanken aus dem Jachtbau überträgt Dehler damals auf seine Wohnmobile, die damit bald als Design-Ikonen dastehen. Noch relativ günstig sind heute die Dehler-Typen Profi und Optima auf Basis des VW T4. Topmodell war der 5.7, in dessen verlängertem Heck die Küche und das Bad untergebracht waren.
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Unser Optima misst einen Meter weniger und steht im schwäbischen Weissach. Rost ist der größte Feind alter Bullis, doch dieses Exemplar kam ohne Gammel über die Zeit. Dass der Dehler mit seinen 23 Jahren schon ein Mobil-Youngtimer ist, sehen nur Kenner. Auch die Ausstattung ist ordentlich: Standheizung, Stromanschluss, Gasherd, Spül- und Waschbecken, Warmwasser, Kühlschrank, Liegefläche, Laderaum und genug Leistung (110 PS) – alles da für die große Tour. Einziges Manko: Wer spezielle Dehler-Teile braucht, bekommt sie nicht mehr vom Hersteller.
Wie sich der Dehler VW T4 Optima auf der Probefahrt geschlagen hat, und was Sie beim Kauf eines T4-Campers beachten sollten, erfahren Sie in der Bildergalerie.

Bildergalerie

Dehler VW T4 Optima
Dehler VW T4 Optima
Dehler VW T4 Optima
Kamera
Dehler VW T4 Optima im Test

Von

Stefan Diehl