Gebrauchtwagen-Angebot: Opel Speedster 2.2
Seltener Lotus-Verwandter zum Schnäppchenpreis

Leicht, puristisch und mit Mittelmotor: Der Opel Speedster ist einer der ungewöhnlichsten Sportwagen der Marke. Jetzt steht ein Exemplar im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt.
Bild: Egid Schulz GmbH
So radikal war Opel selten: Als die Rüsselsheimer im Jahr 2000 den Speedster präsentierten, hatte der kleine Roadster mit gewöhnlichen Opel-Modellen kaum etwas gemeinsam. Statt Frontantrieb und Alltagstauglichkeit gab es Mittelmotor, Heckantrieb und eine kompromisslose Leichtbaukonstruktion. Entwickelt und gebaut wurde der Zweisitzer gemeinsam mit Lotus im britischen Hethel.
Die technische Verwandtschaft zum Lotus Elise war kein Zufall: Wie der britische Sportwagen setzte auch der Speedster auf ein leichtes Aluminiumchassis und eine Kunststoffkarosserie. Komfort? Nebensache. Dafür wog der Opel in der 2,2-Liter-Version nur rund 870 Kilogramm.
Opel Speedster: 147 PS treffen auf weniger als 900 Kilo
Für Fahrspaß brauchte der Speedster deshalb keine gewaltige Motorleistung. Sein 2,2-Liter-Vierzylinder leistet 147 PS, beschleunigt den Zweisitzer in rund 5,9 Sekunden auf Tempo 100 und ermöglicht 217 km/h Spitze. Geschaltet wird über ein manuelles Fünfganggetriebe.
Gebaut wurde der Speedster nur von 2000 bis 2005. Mit seiner niedrigen Sitzposition, der direkten Lenkung und dem weitgehenden Verzicht auf elektronische Helfer ist er heute ein Sportwagen alter Schule.
Opel Speedster für 21.700 Euro
Ein Exemplar wird aktuell bei der Egid Schulz GmbH in Hohenbrunn bei München für 21.700 Euro angeboten. Es handelt sich um die Version mit dem 147 PS starken 2,2-Liter-Saugmotor.
Zum Vergleich: Neu kostete der Opel Speedster seinerzeit rund 65.000 D-Mark, umgerechnet gut 33.000 Euro. Damit liegt der angebotene Roadster nominell noch unter seinem damaligen Neupreis.
Wer sich für den seltenen Opel interessiert, sollte vor dem Kauf besonders auf Unfallschäden am Aluminiumchassis, den Zustand der Kunststoffkarosserie und die Wartungshistorie achten. Denn Ersatzteile können bei dem Exoten teuer und schwer zu beschaffen sein.
Dafür gibt es einen puristischen Mittelmotor-Sportwagen mit Lotus-Genen, den man auf deutschen Straßen nur noch selten sieht.
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