Gebrauchtwagen-Angebot: Porsche 944 S
Porsche im Ferrari-Look von 1986 steht zum Verkauf

Klassiker-Fans, aufgepasst: Im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt wird derzeit ein Porsche 944 S Breitbau angeboten. Alle Details!
Bild: HUBRAUM HANNOVER
345 Millimeter breite Hinterreifen bei einem Porsche mit 190 PS. Schon dieses Detail zeigt, dass der angebotene 944 S nicht nach rationalen Maßstäben beurteilt werden will. Sein GCS-Bennemann-Breitbau, tief geschüsselte BBS-Räder und die an den Ferrari Testarossa erinnernden Seitenelemente machen ihn zu einem rollenden Stück Tuningkultur der Achtzigerjahre.
Der auffällige Transaxle-Porsche steht in Hemmingen bei Hannover und kostet 39.790 Euro. Erstzugelassen wurde er im Dezember 1986, der Kilometerzähler zeigt 78.547 Kilometer. Eine neue Hauptuntersuchung und Inspektion sind laut Inserat vorgesehen. Zudem besitzt der 944 im aktuellen Umbauzustand bereits ein H-Kennzeichen.
Porsche 944 S mit Transaxle-Konzept
Unter der langen Fronthaube arbeitet der 2,5-Liter-Vierzylinder des 944 S mit 190 PS. Geschaltet wird von Hand, die Kraft gelangt an die Hinterräder. Anders als beim klassischen Heckmotor-Elfer sitzt das Getriebe an der Hinterachse. Dieses Transaxle-Konzept sorgt für eine ausgewogene Gewichtsverteilung und prägt den eigenständigen Charakter des 944.
Ein ab Werk verbautes Sperrdifferenzial mit 40 Prozent Sperrwirkung unterstützt die Traktion. ABS und Servolenkung waren ebenfalls bereits Teil der ursprünglichen Ausstattung. Der Bennemann-Breitbau erweitert die Kotflügel massiv und integriert markante Luftleitstrukturen an den Flanken.
Unter den ausgestellten Radhäusern sitzen dreiteilige BBS-RS-Tiefbettfelgen im Format 15 Zoll. Vorne sind Reifen der Größe 225/50 ZR 15 montiert, hinten gewaltige 345/35 ZR 15.
Wichtig für den Betrieb: Nach Angaben des Verkäufers sind sämtliche Umbauten ordnungsgemäß eingetragen. Außerdem wurde das H-Kennzeichen trotz der weitreichenden Veränderungen erteilt. Die zugehörigen Gutachten und Eintragungen sollten sich Interessenten vollständig zeigen lassen, denn sie sind für Zulassung, Versicherung und den langfristigen Wert entscheidend.
Im Innenraum bleibt der 944 vergleichsweise klassisch. Schwarzes Vollleder, Sportsitze und ein Lederlenkrad treffen auf die kantige Cockpitarchitektur der Achtzigerjahre. Ein Radio ist vorhanden, moderne Infotainmentfunktionen spielen hier erwartungsgemäß keine Rolle.
Classic-Data-Gutachten von 2020
Ein interessantes Extra ist das abnehmbare Dachteil, das elektrisch betätigt wird. Damit lässt sich zumindest ein Teil des offenen Fahrgefühls genießen, ohne auf die Form eines Coupés verzichten zu müssen. Elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, Nebelscheinwerfer sowie ein Heckscheibenwischer gehörten ebenfalls zur ursprünglichen Konfiguration.
Begleitet wird das Fahrzeug von einem Classic-Data-Gutachten aus dem Jahr 2020, das den Zustand mit 2+ bewertete. Das ist grundsätzlich ein positives Signal, liegt inzwischen aber sechs Jahre zurück.
Fazit
Der angebotene 944 ist kein Auto für Puristen, die ausschließlich vollständige Werksoriginalität suchen. Der massive Umbau verändert Optik und Charakter stark. Für Fans historischer Tuningfahrzeuge kann genau das jedoch den Reiz ausmachen: Ein seriennaher 944 S ist auffindbar, ein Bennemann-Breitbau mit 345er-Hinterreifen begegnet einem deutlich seltener.
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