Gebrauchtwagen-Angebot: VW Passat Alltrack
280 PS, Allrad und volle Ausstattung für unter 30.000 Euro

Aktuell im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt: ein VW Passat Alltrack, der 280 PS, Allrad, DCC, volle Ausstattung und seine eigene Geschichte bietet.
Bild: Autohaus Uhl GmbH
Dieser Passat hat zwei Geschichten zu erzählen. Die erste handelt von 280 PS, Allradantrieb und einem Ausstattungsumfang, der den früheren Neupreis auf 63.705 Euro trieb. Die zweite steht ebenso deutlich im Inserat: Anfahrschaden, Hagelschaden und ein reparierter Seitenschaden.
Für 29.758 Euro könnte der Alltrack trotzdem interessant sein, sofern die Reparaturen fachgerecht ausgeführt wurden.
VW Passat Alltrack mit 72.000 Kilometern auf dem Tacho
Der Passat wurde im März 2023 erstmals zugelassen und hat 72.000 Kilometer zurückgelegt. Er ist als ehemaliges Vorführfahrzeug ausgewiesen, zwei Halter sind eingetragen. Das Scheckheft soll gepflegt sein, die Hauptuntersuchung wird vor dem Verkauf erneuert. Eine Garantie gehört ebenfalls zum Angebot.
Technisch tritt dieser Variant deutlich kräftiger auf als die üblichen Dienstwagen-Versionen. Der Zweiliter-Turbobenziner leistet 280 PS und ist an ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt. Die Kraft wird über den Allradantrieb auf alle vier Räder verteilt.
Zwischen normalem Variant und SUV nimmt der Alltrack eine interessante Position ein. Die etwas robustere Karosseriegestaltung, Dachreling und Bergabfahrhilfe passen zu unbefestigten Wegen oder verschneiten Zufahrten. Ein echter Geländewagen wird aus dem Passat dennoch nicht. Seine Stärken bleiben Straße, Langstrecke und großer Gepäckraum.
Das adaptive DCC-Fahrwerk erlaubt eine Anpassung der Dämpfer. Je nach Fahrprofil kann der Passat komfortabler oder straffer abgestimmt werden. Zur Ausstattung gehören 18-Zoll-Leichtmetallräder und eine schwenkbare Anhängerkupplung. Wird sie nicht gebraucht, verschwindet sie hinter dem Stoßfänger.
Die Sitze tragen schwarzen Stoff, Fahrer und Beifahrer profitieren von Sitzheizung und einstellbaren Lordosenstützen. Der Fahrersitz besitzt zusätzlich eine Massagefunktion. Auch das beheizbare Sportlederlenkrad dürfte an kalten Tagen schnell zum Lieblingsextra werden.
Navigation, DAB-Radio, Bluetooth und Musikstreaming decken die wichtigsten Multimediafunktionen ab. Apple CarPlay und Android Auto binden das Smartphone ein, das sich kabellos laden lässt. Eine mehrfarbige Ambientebeleuchtung lockert den ansonsten sachlich gestalteten Innenraum auf.
Auch die Assistenztechnik fällt umfangreich aus. Der adaptive Tempomat ACC hält Geschwindigkeit und Abstand, während Lane Assist bei der Spurführung unterstützt. Side Assist überwacht den toten Winkel, der Ausparkassistent hilft beim rückwärtigen Heraussetzen aus unübersichtlichen Stellplätzen.
Reparaturen im Wert von 12.000 Euro
Matrix-LED-Scheinwerfer mit Dynamic Light Assist passen die Lichtverteilung automatisch an. Kurven- und Abbiegelicht, Verkehrszeichenerkennung, Müdigkeitswarner und Front Assist mit City-Notbremsfunktion komplettieren das Sicherheitspaket.
Entscheidend bleibt jedoch die Vorgeschichte. Laut Händler wurde ein Anfahrschaden am Heck für rund 3213 Euro repariert. Hinzu kommen ein Hagelschaden mit etwa 5355 Euro Reparaturkosten sowie ein Seitenschaden hinten links über rund 3451 Euro. In Summe sind damit Schäden von gut 12.000 Euro dokumentiert.
Beim Hagelschaden wurden laut Anzeige zwei Seitenscheiben ersetzt und die Motorhaube nachlackiert. Beim Seitenschaden wurde das hintere linke Seitenteil ausgebeult und lackiert. Das muss kein Ausschlusskriterium sein, sollte aber durch Rechnungen, Fotos und Reparaturnachweise nachvollziehbar belegt werden. Eine unabhängige Lackschichtmessung und Prüfung der Karosserie ist hier besonders sinnvoll.
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