Ja doch, Traumwagen sehen anders aus. Nicht so klein und verbeult, nicht so abgenutzt und runtergenudelt. Aber wer, bitte schön, tut sich einen fast 18 Jahre alten Fiat Cinquecento an? Wir von AUTO BILD! Denn der Chef will's wissen: Wie billig kann Auto fahren sein? Und er greift tief in die Schatulle: "Hier habt Ihr 365 Euro, einen pro Tag. Kauft dafür ein Auto, das fährt." Chef, wir sind fündig geworden – und verliebt. Verliebt in Paul. Redakteur Bernd Volkens kauft den Knirps für 50 Euro. Pam aus Hamburg trennt sich von der billigen Bastelbude, fünf Jahre waren sie und Paul ein Paar. 50 Euro für ein Auto! Kollege Bernd ist frohen Mutes: "Da bleibt eine Menge Geld für Ersatzteile über."
Paul, der billigste Testwagen aller Zeiten
Paul ist zwar verbeult, aber komplett. Der Motor springt sofort an, die Beleuchtung funktioniert, der Auspuff ist dicht.
Der Fiat Cinquecento, Baujahr 1993, hat ein 0,9-Liter-Motörchen mit 40 PS – ein knuffiges Stadtauto. Und geknufft wurde Paul reichlich, rundum zeugen Beulen von fehlgeschlagenen Einparkversuchen. TÜV? Reden wir nicht drüber, ist im Oktober 2010 abgelaufen. Technik? Sagen wir so: Paul fährt. Er war regelmäßig in der Werkstatt, meint Pam. Aber für die neue Plakette hätte sie noch mal 1000 Euro investieren müssen. Wir schaffen das billiger! Bernd will möglichst viele Teile günstig auf dem Schrott kaufen und selbst schrauben, schließlich ist er Mechaniker. Unsere erste grobe Kalkulation: Kaufpreis 50 Euro • Zylinderkopfdichtung 35 Euro • Luftfilter 10 Euro • Luftfilterkasten 5 Euro • Hauptbremszylinder 30 Euro • Spiegel 5 Euro • Vier neue Reifen 120 Euro • TÜV-Plakette 90 Euro. Macht 345 Euro, bleiben 20 für unerwartete Ausgaben. Ob das reicht? Sie werden es erfahren. Paul wird uns ein Jahr begleiten.Alle genauen Infos zu Pauls Stärken und Schwächen gibt es oben in der Galerie. Im Tagebuch auf der Facebook-Seite von AUTO BILD können Sie nachlesen, was unserem Kleinen während seines Jahres bei uns passiert.

Fazit

Der Plan ist ehrgeizig: Wir wollen unseren Paul für kleines Geld aufpäppeln, für einen Euro am Tag ein Jahr lang fahren. Aber Vorsicht: Wer selbst kein Schrauber ist, der sollte lieber die Finger von Billig-Autos lassen. Am Ende wird so etwas sonst zum Euro-Grab.