Gebrauchtwagen: Lada Niva Marsh
Lada Niva im Monstertruck-Look für rund 20.000 Euro

Für Offroadfreunde zählt der robuste Lada Niva seit Jahrzehnten zu den Klassikern. Wer mit dem kleinen SUV durch richtig tiefes Geläuf möchte, sollte diesen gebrauchten Niva in der "Marsh"-Edition ins Auge fassen. Aktuell gibt es den seltenen Umbau in Niedersachsen zu kaufen!
Bild: Merx Handel Inh. Marta Silinskaite e.K.
Robust, spartanisch und jahrzehntelang praktisch einem unveränderten Rezept folgend – so kennt man den Lada Niva. 1976 feierte der kleine Geländewagen aus Russland sein Debüt, bis 2019 war er bei uns in Deutschland offiziell erhältlich.
Alles andere als klein ist hingegen das Sondermodell "Marsh", das vielmehr wie ein Monstertruck aussieht. Ein Exemplar des verrückten Lada-Umbaus wird aktuell bei einem deutschen Gebrauchtwagenhändler angeboten.
Der ungewöhnliche Niva steht bei Merx Handel Inh. Marta Silinskaite e.K. im niedersächsischen Schüttorf zum Verkauf. Beim "Marsh" handelt es sich um einen Umbau der Firma "Bronto", die mehrere Lada zu noch geländetauglicheren Modellen umgewandelt hat. Der Niva Marsh war vor allem für den Einsatz im tiefen Schnee oder in Sumpfgebieten vorgesehen. Mit seinen riesigen Reifen und der hoch darauf sitzenden Karosserie könnte dieser Lada aber auch locker als Monstertruck durchgehen.

80 PS leistet der Vierzylinder-Benziner, der unter der Haube des Lada Niva Marsh sitzt.
Bild: Merx Handel Inh. Marta Silinskaite e.K.
Unter der Haube steckt ein 80 PS starker 1,7-Liter-Vierzylinder-Benziner, die Gänge werden über ein Fünfgang-Schaltgetriebe gewechselt. Für eine optimale Kraftverteilung im Gelände sorgt eine Untersetzung. Allrad ist selbsterklärend an Bord.
Nur 999 Kilometer auf dem Tacho
Erstmals zugelassen wurde der Marsh im Juli 2002. Seitdem wurden lediglich 999 Kilometer mit dem "Monstertruck-Lada" zurückgelegt. Entsprechend gepflegt ist der Zustand des Autos.
Die Karosserie ist in Lila-Metallic lackiert, zum Umbau gehören vergrößerte Kotflügel. Die Heckleuchten des Niva sind abgedunkelt und verstecken sich hinter einem großen schwarzen Metallbügel an der Heckstoßstange. Auch an der Front ist ein massiver Metallbügel angebracht.

Wie an der Front sitzt auch am Heck des umgebauten Niva ein großer Metallbügel, der den Monstertruck-Look abrundet.
Bild: Merx Handel Inh. Marta Silinskaite e.K.
Leder und Sportsitze, sonst typisch spartanisch
Im Innenraum fällt zunächst die umfangreiche Lederausstattung aus. Sowohl die Türtafeln als auch die Sportsitze sind mit schwarzem Leder bezogen. Damit ist der Marsh bereits deutlich umfangreicher ausgestattet als die meisten anderen Niva. Passend zur geringen Laufleistung ist der Zustand des angebotenen Lada nahezu wie neu.

Im Innenraum überzeugt der Niva Marsh durch eine umfangreiche Lederausstattung samt Sportsitzen.
Bild: Merx Handel Inh. Marta Silinskaite e.K.
Niva-typisch ist die restliche Ausstattung überschaubar. Laut Anbieter ist der Geländewagen mit einem Radio ausgestattet, auf den Fotos fehlt es allerdings. Für zusätzliche Sicherheit gibt es immerhin ABS und ESP.
Der Händler gibt an, dass es sich um ein Sammlerfahrzeug handelt, das regelmäßig gewartet wurde. Auch beim möglichen neuen Besitzer wird der Niva Marsh wahrscheinlich in eine Sammlergarage wandern müssen, denn eine deutsche Straßenzulassung bekommt der Lada in dieser Form nicht.
Fazit
In Deutschland hat der Lada Niva eine große Fangemeinde. Daher ist es nicht unwahrscheinlich, dass dieses extrem seltene und zugleich außergewöhnliche Marsh-Modell für rund 20.000 Euro zeitnah einen neuen Besitzer findet. Im Straßenverkehr kann dieser Monstertruck-ähnliche Niva dann aber nicht bewegt werden.
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