Gebrauchtwagenmarkt: Mercedes-Benz S-Klasse
Stuttgarter Luxusliner mit hohem Wertverlust

Die aktuelle S-Klasse von Mercedes-Benz wird als "junger Stern" weit unter dem ursprünglichen Kaufpreis verkauft. Alle Infos zum Gebrauchtwagen-Deal!
Bild: Autohaus Arnold GmbH Mercedes-Benz & KIA Partner
- Jens Borkum
Nicht nur für Mercedes-Fans ist die S-Klasse ein Sinnbild für Luxus und Eleganz. Die Stuttgarter Limousine ist das Aushängeschild der Luxusklasse, made in Germany. Leider erkennt man das auch am Listenpreis. Auch wenn eine S-Klasse niemals günstig ist, tummeln sich auf dem Gebrauchtwagenmarkt einige Schnäppchen. Und das gilt nicht nur für ältere Fahrzeuge, sondern auch für neuwertige Exemplare der aktuellen Generation.
Bei einem Fahrzeug dieser Güte dürfte der AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt eigentlich keine große Auswahl bieten. Falsch gedacht. Derzeit stehen bundesweit über 2000 Modelle des Mercedes-Flaggschiffs zum Verkauf. Rund 650 davon wurden nach 2021 zugelassen und zählen damit zur neuesten Generation der S-Klasse. Soll der gebrauchte Luxusliner dann noch weniger als 10.000 Kilometer in fremden Händen zurückgelegt haben, bleibt noch eine Auswahl von überschaubaren 130 Fahrzeugen.
Sechszylinder-Diesel mit 313 PS
Dass S-Klasse-Fahrer andere Standards gewohnt sind als die meisten anderen Autofahrer in Deutschland, offenbart die Motorenpalette. Das aktuelle Einstiegsaggregat ist der S 350 d. Der Sechszylinder-Diesel mit drei Litern Hubraum, Heckantrieb und Neunstufen-Automatik stellt eine Leistung von 313 PS bereit. Das Drehmoment liegt bei stolzen 650 Nm. Am anderen Ende der Skala liegt der Maybach S 680 4Matic mit einem Zwölfzylinder-Benziner mit sechs Litern Hubraum und 612 PS. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Wer sonst eher Klein- und Kompaktwagen gewohnt ist, kommt im Innenraum der S-Klasse nicht mehr so schnell aus dem Staunen.
Bild: Autohaus Arnold GmbH Mercedes-Benz & KIA Partner
Da im Alltag die 313 PS des Diesels völlig ausreichen, um komfortabel und äußerst zügig von A nach B zu kommen, lohnt sich ein Blick auf folgenden Gebrauchten. Der Anbieter Autohaus Arnold aus Parsberg/Lupburg (Bayern) verkauft gerade einen Mercedes-Benz S 350 d, der es in sich hat. Die schwarze Luxuslimousine wurde im Mai 2023 erstmals zugelassen, stammt aus erster Hand und dürfte technisch neuwertig sein. Einem Mercedes-Diesel dürfte die bisherige Laufleistung von 6190 Kilometer zumindest nichts anhaben.
Bei einer S-Klasse stellt sich nicht die Frage, ob sie gut ausgestattet ist. Viel spannender ist aber, wie viel Luxus der ursprüngliche Käufer auf die hochwertige Grundausstattung draufgepackt hat. Und hier darf sich der künftige Besitzer freuen. Neben der AMG Line gibt es natürlich ein Luftfahrwerk, das MBUX Head-up-Display mit Augmented Reality, die Soft-Close-Funktion für die Türen und das Burmester 3D-Surround-Soundsystem. Selbstverständlich ist das nur ein ganz kleiner Auszug aus der langen Liste der Komfortfeatures.
Jetzt wird es leider ein wenig ungemütlich. Denn ein Luxus-Fahrzeug kostet nun mal eine Menge Geld. Aktuell muss man für eine neue S-Klasse in der Basisausstattung mindestens 102.564,32 Euro bereithalten. Das hier angebotene Fahrzeug mit seinen zahlreichen Extras hat zum Zeitpunkt der Bestellung sogar 151.898 Euro gekostet. Dagegen wirken die 90.850 Euro, die der Anbieter gerade für den Gebrauchten haben möchte, wie ein Schnäppchen. Kein Wunder bei einem Nachlass von über 60.000 Euro.
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