Gebrauchtwagenmarkt: VW Phaeton W12
Dieser Phaeton mit Zwölfzylinder kostet so viel wie ein Dacia Spring!

Der VW Phaeton war ein echter Technik-Vorreiter – und dennoch ein Flop. Heute gibt es die Luxus-Limousine zu Spottpreisen.
Bild: AutoScout24/Fisler Automobile André Fisler e.K.
Wer sich eine echte Luxuskarosse gönnen möchte, denkt vielleicht zuerst an eine Mercedes-Benz S-Klasse oder einen BMW 7er. Bis 2016 mischte in diesem Segment aber auch ein VW mit: der Phaeton! Preise von bis zu rund 140.000 Euro waren möglich – gezahlt wurden solche Summen allerdings nur selten. Am Ende blieb das Projekt vor allem eines: ein Flop. Für so viel Geld wollten viele Kunden offenbar nicht "nur" einen VW fahren.
Dabei lesen sich die Eckdaten mehr als spannend. Der Phaeton bot alles, was damals technisch möglich war. Die Fahrzeuge wurden in aufwendiger Handarbeit gefertigt, und wer es besonders kraftvoll mochte, konnte sich zwischen 2001 und 2011 für den W12-Motor mit sechs Litern Hubraum entscheiden. Bis 2005 leistete er 420 PS, danach sogar 450 PS. Die Kehrseite: Wird an einem solchen Triebwerk etwas fällig, wird es schnell richtig teuer. Dazu kommt der enorme Kraftstoffverbrauch, der nicht nur bei heutigen Spritpreisen ein tiefes Loch ins Portemonnaie reißt.
Kein Wunder also, dass die meisten heute noch angebotenen Phaeton mit V6-Diesel unterwegs sind. Doch wer sich bewusst gegen die Vernunft entscheidet und einen der seltenen W12 fahren möchte, wird aktuell auf dem AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt fündig – und das zum Preis eines neuen Dacia Spring!
Im Phaeton bleiben keine Wünsche offen
Und hier bleiben in Sachen Ausstattung wirklich keine Wünsche offen. Zu den Highlights zählen unter anderem: Sonderlackierung Klavierlack (schwarz) Metallic, Audio-Navigationssystem (zehn Lautsprecher), Spurwechselassistent, Einparkhilfe mit Rückfahrkamera, Interieur mit Volllederausstattung und Holzdekor, elektrisches Schiebedach mit Solarzellen, Standheizung, Sitzheizung und -kühlung, elektrisch anklapp-, beheiz- und verstellbare Außenspiegel, Bi-Xenon-Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht, Vordersitze elektrisch verstellbar (18-fach) sowie eine Vier-Zonen-Klimaautomatik.
Ganz ohne Risiko ist das Angebot allerdings nicht. Der W12 hat bereits knapp 190.000 Kilometer auf dem Tacho – für ein derart komplexes Aggregat eine klare Ansage. Verschleißteile könnten jederzeit fällig werden, und dann wird es nicht nur teuer, sondern mitunter auch schwierig, passende Teile zu bekommen.
Auf der anderen Seite steht ein scheckheftgepflegtes Fahrzeug mit frischer HU. Für nur 16.990 Euro gibt es hier also ein gepflegtes Stück luxuriöser Automobilgeschichte – allerdings nicht ohne Restrisiko.
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